Am 1. Oktober wurden im Kuppelsaal der Technischen Universität (TU) Wien die Gewinner des Trigos 2026 ausgezeichnet. Insgesamt hatten 180 Unternehmen Projekte eingereicht. Nach Angaben der Veranstalter war dies die höchste Zahl an Einreichungen seit 13 Jahren. Eine unabhängige Fachjury mit Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nominierte aus den Einreichungen 19 Projekte für das Finale. In sechs Kategorien wurde schließlich jeweils ein Unternehmen ausgezeichnet.

Sechs Projekte ausgezeichnet

In der Kategorie „Vorbildliche Projekte“ ging die Auszeichnung an Teufelberger Fiber Rope aus Oberösterreich. Im Projekt „Recycling von gebrauchten Seilen unserer Kunden“ werden ausgediente Synthetikseile gesammelt, recycelt und zu neuen Fasern verarbeitet. Damit sollen gebrauchte Seile wieder als Rohstoff in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

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Porr aus Wien erhielt den Trigos in der Kategorie „Social Innovation & Future Challenges“. Das Unternehmen entwickelte gemeinsam mit Partner einen Radweg-Asphalt mit Pflanzenkohle, der Kohlenstoff dauerhaft binden soll. Laut Projektangaben können pro Kilometer Radweg mehr als 60 Tonnen CO₂ gespeichert werden.

Fachkräftesicherung und industrielle Abwärme

In der Kategorie „Mitarbeiter“ wurde Pohl Metall aus Tirol für das Projekt „Golden Oldies“ ausgezeichnet. Flexible Arbeitszeiten, angepasste Arbeitsplätze und Gesundheitsangebote sollen Beschäftigten über 60 Jahren ermöglichen, länger im Berufsleben zu bleiben. Das Unternehmen verbindet damit Maßnahmen zur Fachkräftesicherung mit altersgerechten Arbeitsbedingungen.

Den Preis in der Kategorie „Klimaschutz“ erhielt Gig Karasek aus Niederösterreich für „CompriVap“. Die Technologie nutzt industrielle Abwärme zur Dampferzeugung. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um die weltweit leistungsstärkste industrielle Großwärmepumpe ihrer Art. Die Technologie könne jährlich bis zu 100.000 Tonnen CO₂ einsparen.

Projekte mit internationaler und regionaler Wirkung

Med-El Elektromedizinische Geräte aus Tirol wurde in der Kategorie „Internationales Engagement“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Austrian Development Agency arbeitet das Unternehmen daran, den Zugang zur Hörgesundheit in Ländern Subsahara-Afrikas und Südasiens zu verbessern. Im Rahmen des Projekts wurden laut Trigos mehr als 97.000 Babys und Kinder untersucht, 762 Fachkräfte ausgebildet sowie 1.244 Expert und Betreuungspersonen geschult.

In der Kategorie „Regionale Wertschaffung“ ging die Auszeichnung an den Vetterhof aus Vorarlberg. Beim Projekt „Landwirtschaft als kooperatives Netzwerk“ koordinieren vier landwirtschaftliche Betriebe Anbau und Fruchtfolgen, teilen Flächen und Maschinen und arbeiten bei Verarbeitung und Vermarktung zusammen. Dadurch soll regionale Wertschöpfung durch Kooperation gestärkt werden.