Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden den Großteil der rund 150.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Wien. Nach Angaben der Wirtschaftskammer Wien beschäftigen Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitenden gemeinsam rund 350.000 Arbeitnehmer*innen. Das entspricht fast zwei Dritteln der unselbstständig Beschäftigten in der gewerblichen Wirtschaft der Bundeshauptstadt. „Wiens kleine und mittlere Unternehmen sind das Fundament unseres Wirtschaftsstandorts. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, versorgen die Wiener*innen mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen und machen unsere Stadt lebendig, innovativ und wirtschaftlich erfolgreich“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien in Wien.

Impulse für Geschäftsstraßen und Unternehmensgründungen

Neue Impulse für KMU sollen laut Wirtschaftskammer Wien auch aus der Zukunftsvereinbarung 2026 bis 2030 zwischen Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien kommen. Im Rahmen des Projekts „Grätzl wirtschaftlich stärken“ soll ein datenbasiertes Leerstandsmanagement freie Geschäftslokale früher sichtbar machen und die Belebung von Geschäftsstraßen unterstützen. Mit dem Projekt „Gründung besser begleiten“ sollen bestehende Angebote am Standort stärker vernetzt werden. Ziel sei es, Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen während ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen.

KMU als regionale Arbeitgeber

Kleine und mittlere Unternehmen sind in allen 23 Wiener Bezirken vertreten. Sie übernehmen laut Wirtschaftskammer Wien Aufgaben als Nahversorger, Arbeitgeber, Lehrlingsausbilder und Innovationstreiber. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, regionale Wirtschaftskreisläufe aufrechtzuerhalten. „Damit unsere Betriebe diese Leistungen auch künftig erbringen können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und unternehmerischen Spielraum“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien in Wien.

Digitale Werkzeuge für die Unternehmenspraxis

Zur Unterstützung von KMU bietet die Wirtschaftskammer Wien unter anderem den KMU-Stresstest und den KMU-Bonitätsrechner an. Beide Online-Tools sollen Unternehmen dabei helfen, ihre finanzielle Situation einzuschätzen und mögliche Handlungsfelder frühzeitig zu erkennen.

Während der KMU-Stresstest eine strukturierte Analyse der Unternehmensfinanzen ermöglicht und potenzielle Liquiditätsengpässe sichtbar machen soll, zeigt der KMU-Bonitätsrechner laut Wirtschaftskammer Wien, wie die Bonität eines Betriebs aus Sicht eines Finanzierungsinstituts bewertet werden könnte. Ergänzend unterstützt die Ombudsstelle für Unternehmensfinanzierung bei Fragen zu Finanzierungsgesprächen, Ratings, Kreditunterlagen, Sicherheiten oder Liquiditätsengpässen.

Neben diesen Angeboten umfasst das Serviceportfolio der Wirtschaftskammer Wien Beratungen zu Gründung, Förderung und Finanzierung sowie Unterstützung in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Digitalisierung, Innovation, Nachhaltigkeit, Export und Fachkräftesicherung. „Wiens KMU sichern den Wohlstand unserer Stadt. Wir als ihre Interessenvertretung halten ihnen den Rücken frei, geben Orientierung und unterstützen sie dabei, Chancen zu nutzen. Denn starke KMU bedeuten einen starken Wirtschaftsstandort, sichere Arbeitsplätze und eine lebenswerte Stadt“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien in Wien.