Der Wandel durch Künstliche Intelligenz stellt viele Unternehmen vor organisatorische und strategische Fragen. Laut dem Buch entstehen in mittelständischen Betrieben häufig unterschiedliche Entwicklungen parallel: Beschäftigte nutzen KI-Anwendungen eigenständig, Daten werden außerhalb etablierter Prozesse verarbeitet und Investitionen in eigene Lösungen stehen kommerziellen Standardangeboten gegenüber.
Die Autoren beschreiben ein Spannungsfeld zwischen Zurückhaltung bei Entscheidungen und unkoordinierten Einzelmaßnahmen. Dadurch könnten sogenannte Schatten-KI-Strukturen entstehen, Budgets ineffizient eingesetzt werden und Verantwortlichkeiten ungeklärt bleiben.
KI-Kompetenz im Unternehmen verankern
Das Buch vertritt die Auffassung, dass der Einsatz neuer Software oder die Beauftragung externer Beratung allein nicht ausreiche, um den Wandel nachhaltig zu gestalten. Stattdessen werde die aktive Einbindung der eigenen Mitarbeitenden als zentraler Erfolgsfaktor dargestellt.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines AI Competence Centers. Dieses soll als organisatorische Einheit fungieren und die Geschäftsführung bei der Einführung und Etablierung von KI-Anwendungen unterstützen. Gleichzeitig soll es Mitarbeitende begleiten und den Umgang mit KI langfristig im Unternehmen verankern.
Sechs Monate als Orientierungsrahmen
Als praktischen Ansatz beschreibt das Buch einen Zeitraum von sechs Monaten für den Aufbau eines solchen Kompetenzzentrums. Ziel sei es, interne Kompetenzen zu bündeln, Verantwortlichkeiten festzulegen und KI-Anwendungen strukturiert in bestehende Prozesse zu integrieren.
Nach Darstellung des Buches soll das AI Competence Center zur zentralen Anlaufstelle für KI-Themen werden und den Wandel innerhalb des Unternehmens koordinieren.

Felix Degeler, Gaston Geilenkothen, Raphael Schaad & Markus Hartlieb
Gebt der KI ein Zuhause: Wie ein AI Competence Center Schatten-KI stoppt, Budgets rettet und Mitarbeiter wachsen lässt