Die Positivity Guides aus Berlin und Braunschweig haben gemeinsam mit der International Social Security Association (ISSA) in Genf den Leitfaden „Positive Leadership – Key to Vision Zero“ veröffentlicht. Die 46-seitige Broschüre beschäftigt sich mit der ersten der sieben „Golden Rules“ der Vision Zero: „Take Leadership – Demonstrate Commitment“, auf Deutsch „Führung übernehmen – Engagement demonstrieren“.

Vision Zero verfolgt das Ziel einer Arbeitswelt ohne arbeitsbedingte Erkrankungen. Dabei geht der Ansatz davon aus, dass sichere, gesunde und menschengerechte Arbeitsplätze sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen zugutekommen. Führungskräften kommt dabei eine zentrale Rolle zu, da sie die Arbeitsbedingungen und damit auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wesentlich mitprägen.

Positive Leadership im Arbeitsalltag

Der neue Leitfaden soll die erste Golden Rule für den Führungsalltag konkretisieren und trainierbar machen. Im Mittelpunkt stehen Prinzipien des „Positive Leadership“. Dazu zählen Vertrauen und Wertschätzung, Sinnstiftung und Motivation, die Förderung individueller Stärken sowie offene Kommunikation und psychologische Sicherheit.

Ziel ist es laut den Herausgebern, Führungskräfte dabei zu unterstützen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden gemeinsam berücksichtigt werden. Der Guide beschreibt zudem, wie entsprechendes Führungsverhalten trainiert und langfristig als Routine in Organisationen etabliert werden kann.

Übersetzungen in weitere Sprachen geplant

Der Leitfaden liegt derzeit in englischer Sprache vor. Eine deutsche Übersetzung ist laut Aussendung in Arbeit. Darüber hinaus sind Übersetzungen in 14 weitere Sprachen vorgesehen. Einer breiteren Öffentlichkeit soll die Publikation auf der ISSA Mining Safety Conference vorgestellt werden, die vom 22. bis 24. September in Saskatoon in Kanada stattfindet. Frank Nesemann, Positivity Guide in Berlin/Braunschweig und einer der Autoren, wird dort erläutern, wie gesundheitsbewusstes und gesundheitsförderndes Verhalten in die tägliche Führungspraxis integriert werden kann.