Die Wirtschaftsleistung Österreichs stagnierte im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal. Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den beiden vorangegangenen Quartalen jeweils um 0,2 Prozent zugelegt hatte, fiel das Wachstum auf 0,0 Prozent zurück. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 lag das BIP real um 0,8 Prozent höher. Als wesentlichen Belastungsfaktor nennt das Wifo den infolge des Iran-Krieges deutlich gestiegenen Erdölpreis.

Die Industriekonjunktur entwickelte sich im Berichtszeitraum schwach. Die Wertschöpfung in Industrie, Energie- und Wasserversorgung stagnierte mit minus 0,1 Prozent nahezu. Im Bauwesen setzte sich der Rückgang fort, nachdem die Wertschöpfung bereits im ersten Quartal gesunken war.

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Dienstleistungen mit unterschiedlicher Entwicklung

Innerhalb des Dienstleistungssektors zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Während die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 0,4 Prozent zurückgingen, legten Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie um 0,3 Prozent zu. Besonders dynamisch entwickelten sich Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Plus von 0,8 Prozent.

Privater Konsum bleibt verhalten

Auch die Nachfrage blieb insgesamt verhalten. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte gingen gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent zurück, der öffentliche Konsum stagnierte ebenfalls nahezu. Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten hingegen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Vom Außenhandel kamen laut Wifo kaum Wachstumsimpulse: Die Exporte stiegen um 0,5 Prozent, die Importe um 0,6 Prozent. Statistik Austria veröffentlicht am 1. September 2026 auf Basis vollständigerer Daten die Quartalsrechnung für das zweite Quartal 2026. Bis dahin stellt die Wifo-Schnellschätzung eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung dar.