Viele Unternehmen experimentieren mit Künstlicher Intelligenz (KI), doch nur ein kleiner Teil schafft es, daraus messbare finanzielle Erfolge zu generieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle AI Performance Study der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Weltweit flössen knapp drei Viertel (74 Prozent) des KI-Wertschöpfungspotenzials an lediglich 20 Prozent der analysierten Unternehmen. Für die Untersuchung befragte PwC 1.217 Führungskräfte aus 25 Branchen. Im Fokus standen konkrete Umsatz- und Effizienzgewinne sowie der praktische Einsatz von KI.
KI für das Geschäftsmodell, nicht für schnelle Prozesse
Der wesentliche Unterschied zwischen den erfolgreichsten 20 Prozent und dem Rest liegt laut Studie in der strategischen Ausrichtung. Die sogenannten KI-Champions nutzten die Technologie zwei- bis dreimal häufiger, um Wachstumschancen zu identifizieren und ihr Geschäftsmodell zu transformieren. Sie gestalteten Arbeitsabläufe doppelt so häufig grundlegend neu, anstatt KI-Tools auf bestehende Prozesse aufzusetzen.
„Viele Unternehmen experimentieren mit KI, aber nur wenige erzielen dabei messbare finanzielle Ergebnisse. Die Vorreiter richten KI konsequent auf Wachstum aus und schaffen die Voraussetzungen, um die Technologie skalierbar und verlässlich umzusetzen“, sagt Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich in Wien.
Mehr automatisierte Entscheidungen
Die KI-Champions treffen laut Studie deutlich mehr automatisierte Entscheidungen. Sie überließen KI-Systemen fast dreimal so schnell (2,8-fach) Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen wie andere Unternehmen. Gleichzeitig trieben sie belastbare Grundlagen wie Datenqualität und Governance-Strukturen konsequent voran.
So hätten die Top 20 Prozent 1,7-mal häufiger ein Framework für verantwortungsvolle KI (Responsible AI) etabliert sowie 1,5-mal häufiger ein bereichsübergreifendes KI-Gremium. Dies zahle sich aus: Die Mitarbeitenden in diesen Unternehmen vertrauten KI-Ergebnissen doppelt so häufig wie in anderen Firmen, so die Studie.