Knappere Ressourcen, wirtschaftliche Unsicherheit und regulatorische Anforderungen beschäftigen Unternehmen quer durch die Branchen. Wie sie darauf reagieren können, war Thema des CSR-Tags am 22. Oktober im Congress Centrum Alpbach. Unter dem Motto „R³: Ressourcen. Resilienz. Rentabilität“ kamen rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.
Veranstaltet wurde die Konferenz für verantwortungsvolles Wirtschaften, englisch Corporate Social Responsibility (CSR), von Respact, dem Austrian Business Council for Sustainable Development. Das Programm verband Fragen der Finanzierung und Energieversorgung mit betrieblichen Ansätzen für einen effizienteren Ressourceneinsatz.
Kreislaufwirtschaft finanzieren und umsetzen
Glenn Orveillon von der Europäischen Investitionsbank (EIB) eröffnete das Fachprogramm mit einem Vortrag über Finanzierungsmöglichkeiten für Kreislaufwirtschaftsprojekte. In den anschließenden Diskussionen ging es unter anderem darum, welche Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten zirkuläre Geschäftsmodelle bieten und welchen Beitrag Energieeffizienz zur Versorgungssicherheit leisten kann.
Praxisbeispiele und Perspektiven brachten unter anderem EVN, Holcim, Tyrolit, Betten Eberharter, Simacek, ClimatePartner Austria, die Tirol Kliniken, Infranorm und Schachinger Logistik ein. Nach Angaben des Veranstalters zeigten die Beiträge, wie nachhaltige Maßnahmen wirtschaftliche Vorteile schaffen und Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Marktveränderungen machen können.
„Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, wirtschaftliche Unsicherheit, Ressourcenknappheit und neue regulatorische Anforderungen gleichzeitig zu bewältigen“, erklärt Daniela Knieling, Geschäftsführerin von Respact. Als Ansätze nennt sie zirkuläre Geschäftsmodelle, innovative Energielösungen und neue Formen der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette.
Neue Anforderungen an Produkte und Kommunikation
Ein weiterer Schwerpunkt waren regulatorische Entwicklungen. Diskutiert wurden die europäische Richtlinie zur Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher für den ökologischen Wandel, kurz EmpCo, der digitale Produktpass und die Ökodesign-Verordnung. Die Konferenz griff damit sowohl Anforderungen an Produkte als auch an die Kommunikation über Nachhaltigkeit auf.
Respact-Präsident Peter Giffinger betont, dass ökologische und wirtschaftliche Ziele gemeinsam betrachtet werden müssten: „Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und innovative Geschäftsmodelle können – abhängig von ihrer konkreten Ausgestaltung und Anwendung – ökologische Verbesserungen und langfristige Wertschöpfung unterstützen.“ Kooperationen seien dabei ein wichtiges Mittel, um eine ressourceneffizientere und kreislauforientierte Wirtschaft voranzubringen.
