Die Veranstaltung fand am 5. November im Messe Congress Graz statt. Im Mittelpunkt standen neben der Resilienz auch künstliche Intelligenz, Robotik und autonomes Fahren. Entscheidend sei, ob neue Technologien Prozesse verbessern und sich wirtschaftlich rechnen, lautete ein Fazit des Forums.

Lieferketten brauchen vorausschauende Planung

Martin Tschandl, Vorstandsmitglied des VNL Österreich, verwies auf die Auswirkungen von Zollschwankungen, geopolitischen Konflikten und technologischen Veränderungen. Unternehmen müssten ihre Lieferketten an diese Entwicklungen anpassen. Das sei mitentscheidend für ihre Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Widerstandsfähigkeit.

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Auch Johann Marchner, CEO von Wienerberger Österreich, betonte die Bedeutung früher Risikoerkennung und vorausschauender Planung. Datenbasierte Entscheidungen, flexible Strukturen und verlässliche Partnerschaften könnten dazu beitragen, dass Unternehmen auch bei unerwarteten Entwicklungen handlungsfähig bleiben. Resilienz entstehe lange vor einer Krise, so Marchner.

Handelspartner und Standortbedingungen

Eva Liebmann, designierte Direktorin der Wirtschaftskammer Steiermark (WKO Steiermark), sieht Europa durch Protektionismus und geopolitische Spannungen von außen sowie durch Regulierungslasten von innen unter Druck. Neue Handelspartner, etwa im Mercosur-Raum und in Indien, könnten Lieferketten aus ihrer Sicht widerstandsfähiger machen. Die Steiermark nehme als Logistikdrehscheibe Richtung Adria eine wichtige Rolle ein. Dafür brauche es laut Liebmann wettbewerbsfähige Energiepreise, Bürokratieabbau und verlässliche Finanzierung für Investitionen.

Saubermacher-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Hans Roth hob die Bedeutung der Logistik für Kreislaufwirtschaft und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen hervor. Sie verbinde Stoffströme und schaffe Voraussetzungen dafür, Ressourcen im Kreislauf zu halten, sagte Roth.

Technologien müssen sich praktisch bewähren

Das Forum befasste sich auch mit möglichen Auswirkungen des autonomen Fahrens auf Transport und Wertschöpfung. Laut VNL steht für Unternehmen nicht die Technologie allein im Vordergrund: Sie müsse Prozesse verbessern, Ressourcen sinnvoll einsetzen und auch unter wechselnden Bedingungen verlässlich funktionieren.