KPMG vergibt KI-Award

Künstliche Intelligenz
20.10.2021

 

Auch dieses Jahr setzte das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG die Suche nach den besten KI-Lösungen des Landes fort: Der vierte KI-Award ging an das Start-up Blackshark.ai für 3D-Karten zur Abbildung der Infrastruktur der Erdoberfläche.

John Shen (Xencio GmbH), Hannes Walter (Blackshark.ai GmbH), Werner Girth (KPMG) und Max Kindler (incaseof.law GmbH) beim KI-Award vor einem blauen Aufsteller.

vlnr: John Shen (Xencio GmbH), Hannes Walter (Blackshark.ai GmbH), Werner Girth (KPMG), Max Kindler (incaseof.law GmbH)

„Ich bin von der Entwicklung des KI-Marktes in Österreich beeindruckt“, lautet das Resümee von Mic Hirschbrich, dem KI-Experten und Apollo.ai-Co-Founder. „An der Qualität der eingereichten Projekte haben wir gesehen, was wir mit KPMG all die Jahre prophezeit haben, nämlich, dass die Industrie reifer, markttüchtiger und marktkonformer wird. Wir haben eine Reihe von Start-ups, die nicht an der Technologie schrauben, sondern den Markteintritt bereits hinter sich haben“, ergänzt Hirschbrich. 

3D-Karten für vielfältigen Einsatz

Kein Neuzugang am Markt ist der Gewinner des diesjährigen KPMG KI-Awards Blackshark.ai, der bereits über 100 Mitarbeiter zählt. Blackshark.ai erstellt mit einer KI- und cloudbasierten Lösung eine maschinenlesbare und durchsuchbare 3D-Karte, die die gesamte Infrastruktur der Erdoberfläche abbildet. Die Basis dafür bilden Satelliten- oder Luftbilddaten, die in weniger als 72 Stunden verarbeitet und auf der Blackshark.ai Geo-Intelligence-Plattform bereitgestellt werden. Nutzer können über diese Suchmaschine nach bestimmten Assets der gesamten Erdoberfläche suchen, etwa nach Gebäuden mit speziellen Eigenschaften wie Höhe oder Dachneigung. Der semantische digitale Zwilling ermöglicht auch die Effizienz von großflächigen Beschattungs-, Wärmedämmungs- oder Begründungsmaßnahmen zu simulieren und zu bewerten. „Genutzt wird das Angebot von unterschiedlichen Branchen wie zum Beispiel Versicherungen, Immobilienunternehmen, Mobilfunkanbietern oder auch von öffentlichen Fachbereichen wie Katastrophenschutz oder Städteplanung“, erklärt Hannes Walter, Blackshark.ai, die Einsatzfelder.

Xencio und incaseof.law belegen die Plätze zwei und drei

Der zweite Platz ging an das Start-up Xencio: Xencio hat eine Plattform entwickelt, die Finanzdaten in Echtzeit-Analysen umwandelt. Durch den Einsatz der Technologie erfolgt eine automatisierte Planung, Budgetierung und die Erstellung von Prognosen. 

Das Start-up incaseof.law erreichte beim diesjährigen Wettbewerb den dritten Platz. Auf incaseof.law können juristische Fälle eingereicht werden, die anschließend die eigens entwickelte KI-Technologie strukturiert, recherchiert und für die anwaltliche Endredaktion aufbereitet. Dadurch soll KMU ein Zugang zu einer effizienten, effektiven und preisgünstigen Rechtsberatung ermöglicht werden, um in der ständig wachsenden Komplexität von Geschäften und Verträgen eine leistbare rechtliche Begleitung zu haben.   

Künstliche Intelligenz als Grundlage für neue Geschäftsmodelle

Positiv überrascht von der Qualität der Technologien ist auch Werner Girth, KPMG Partner und Initiator des KI-Awards. „Wir glauben, dass die Künstliche Intelligenz in naher Zukunft zu Veränderungen in Unternehmensabläufen beitragen wird und dadurch viele neue Geschäftsmodelle entstehen werden“, sagt Girth. „KI hat einen sehr großen Stellenwert für KPMG. Vor diesem Hintergrund fördern wir die Vernetzung der Start-ups mit Unternehmen und unseren Kunden“, schildert Werner Girth die Beweggründe des KI-Awards. 

Über den KPMG KI-Award

Der KI-Award wird seit 2018 jährlich von KPMG Österreich vergeben. Zwischen Juni und September konnten Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum ihre Projekte einreichen, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen. Unter allen Einreichungen wurden drei innovative Projekte von einer unabhängigen Jury ausgewählt.