Artikel von Mag. Dr. Franz J. Schweifer
Allgemein
10. März 2021
„Neue Normalität“ als schwarzer Sack?
Stellen Sie sich vor, ein schwarzer Sack würde an Ihren Meetings teilnehmen oder durch Ihre Lieblingseinkaufsstraße spazieren. Wie würden Sie reagieren? Gut möglich, dass Sie sich mit der Zeit daran gewöhnen. Und dass das Absurde oder Unvorstellbare zur Normalität wird. So wie etwa Masken oder Baby-Elefanten in Covid-Zeiten „normal“ geworden sind. Welches Phänomen steckt dahinter und was können wir daraus lernen?
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15. Dezember 2020
Wie Ungewissheit erträglich wird
Covid lehrt uns die harte Entwöhnung vom gewohnten Habitus, der da lautete: Alles da, alles machbar, alles möglich, überall und jederzeit. Der Abschied von der Gewohnheit, unbequeme Spannungen, Widersprüche oder Begrenzung kaum mehr aushalten zu müssen, katapultiert uns aus der Komfortzone. Abrupt und unsanft. Deshalb wird eine Fähigkeit mehr denn je gefragt sein, die beinahe vergessen schien: Ambiguitätstoleranz.
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22. Juli 2020
Warum tun Sie das, was Sie tun, eigentlich?
Die Kunst des Fragens und Hinterfragens ist seit jeher faszinierend und essenziell zugleich. Denn sie offeriert die famose Möglichkeit der (Selbst-)Aufklärung und Erkenntnis, der Verständigung und des Verstehens. Es heißt ja auch aus gutem Grund: „Wer fragt, der führt.“ Oder: „Wer selbst spricht, erfährt nichts.“
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05. Juni 2020
Gebildete Hoffnung
Widersprüche sind immanenter Teil unseres Daseins. Deshalb überrascht es im Sog der krisenhaften Widersprüchlichkeit kaum, dass die Covid-Welle angesichts der surrealen (WC-Papier-)Hamsterei nicht bloß Abflüsse verstopfte, sondern mitunter auch Hirnwindungen. Was im Gegenzug ermutigen kann, ist etwa „gebildete Hoffnung“, meint der Temposoph Franz J. Schweifer in seiner Kolumne.
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22. April 2020
Covid-19: Geschäfte geschlossen, Augen geöffnet?
„Und wenn der ganze Wahnsinn vorbei ist, gönne ich mir ein paar ruhige Tage.“ Dass Humor und Ironie besonders in Krisen blühen, ist an sich nichts Neues. Aber in der viralen Quarantäne-Zeit kursierende Witze wie dieser offenbaren gleichzeitig pure Widersprüchlichkeit: Für krisenbedingt Zwangsverlangsamte mögen „ruhige Tage“ eher nach böser Provokation riechen. Für viele Zwangsbeschleunigte wiederum sind sie wohl eher eine noch ungestillte Illusion, meint Zeitforscher Franz J. Schweifer in seiner Kolumne.
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01. April 2020
Krise & Zeit – Leere als Lehre?
Die postmoderne Tempokultur hatte die Eiligkeit zur Heiligkeit erhoben – begleitet vom allpräsenten Lamento „Keine Zeit!“. Bis jetzt. Aber in der viralen Krise ist „u(h)rplötzlich“ alles, jedenfalls vieles völlig anders, zumindest für das Gros der bisher Eiligen: Zwangsentschleunigung, Stillstand, Zeit. Viel Zeit. Mitunter mehr Zeit als uns lieb ist. Was aber, wenn sich Leerzeit als Lehrzeit entpuppt?
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29. Januar 2020
Alter(n) – na und!?
Wir leben im Schnitt länger denn je und werden im Vergleich zu früheren Generationen uralt. Demografische Entwicklungen bzw. ein sorgsames Generationenmanagement werden damit zur virulenten Herausforderung – gesellschaftlich wie unternehmerisch. Und was nun?
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11. Dezember 2019
Achtsamkeit reloaded
„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Uralte, paradoxe Redewendungen wie diese scheinen in der eiligen Gegenwart angekommen. Oder doch nicht? Jedenfalls ist „Achtsamkeit“ zu einem medialen Schlüsselbegriff in der Tempo-Wirklichkeit geworden. „Mindfulness“ schaffte es sogar auf das Cover des honorigen Time Magazine. Eine Spurensuche und kritische Betrachtung.
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14. Juni 2019
Selbstwirksamkeit als Lebenselixier
Es gibt Tage, an denen wir uns fragen: Was habe ich heute eigentlich getan? Wir haben zwar eine Menge erledigt, fühlen uns dennoch (oder gerade deshalb) geschafft und leer. Verbunden mit dem schalen Gefühl, kein Stück weitergekommen zu sein. Jedenfalls kein Stück, das mit sinnstiftender Selbstwirksamkeit zu tun hat.
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03. Juli 2018
Sind Sie in Balance?
Das nervöse „Keine-Zeit-Karussell“ scheint sich immer schneller zu drehen. Umso größer ist die Herausforderung, all die Bedürfnisse und Ansprüche so unter einen Hut zu bekommen, dass unterm Strich eine gesunde Lebensbalance möglich wird. Abgesehen davon, dass „Gesundheit“ und „Balance“ diffuse Begriffe sind – mit individuell höchst unterschiedlichen Deutungen. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken und praktikable Schlüsse zu ziehen. Eine Anregung dazu.
Allgemein
08. März 2018
Aufschieberitis – und was dagegen tun?
„Einem chronischen Aufschieber zu sagen: ´Tu´s einfach!´, ist so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach einmal fröhlich sein.“ (Joe Ferrari, DePaul Universität Chicago) Treffender könnte das Dilemma kaum auf den Punkt gebracht werden. Dabei ist guter Rat teuer – will heißen: Billige, einfache Tipps & Tricks helfen selten weiter, weil die (Ur-)Sache meist verzwickter ist. Dennoch hier der Versuch einer handfesten Intervention. Unaufgeschoben.
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27. November 2017
Wünschen & Wollen
Nicht die Zeit ist zu kurz, sondern unsere Bedürfnisliste zu lang. Und das Zeitverstopfungsproblem ist ein “Zuvielisations”-Problem. So könnte eine überspitzte Diagnose des chronischen Zeitnotstandes unserer eiligen Gegenwart lauten. Oder um mit Peter Drucker, einem Pionier der modernen Managementlehre, zu sprechen: “Es ist immer wieder verblüffend, wie viele Dinge wir tun, die, wenn wir sie nicht mehr tun, keinem abgehen.“
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11. September 2017
Achtung – Achtsamkeit!
Wenn Sie einen Begriff nennen müssten, der in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle spielen wird: Wie würde er lauten? Will man Trendforschern, Berichten und Medien glauben, so heißt die eindeutige Antwort: Achtsamkeit! Als Schlagwort immer präsenter, beinahe inflationär – und doch noch seltsam schüchtern, exotisch. Eine Spurensuche.
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16. Juni 2017
Selbstmanagement als Lebenskunst
Selbstmanagement ist eine herausfordernde Lebenskunst. Vor allem in einem disruptiven 4.0-Umfeld. Es ist auch eine Kunst der Selbstführung zwischen Können und Wollen. Deren Erfolg manifestiert sich an konkreten, ermutigenden Ergebnissen. Oder wie es Arthur Schnitzler zeitlos zutreffend formulierte: „Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben.“
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06. März 2017
Zeitqualität
Einstein löste nicht nur das Geheimnis von Raum und Zeit, sondern hinterließ auch die berühmteste Formel der Welt: E = mc². Er möge es posthum mit Fassung tragen, wenn hier sein Geniestreich für vergleichsweise triviale Zwecke adaptiert wird. Demnach könnte eine abgewandelte (Zeit-)Formel lauten: ZQ = MC². Was sich dahinter verbirgt, verraten die folgenden „Zeitenblicke“.
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01. Dezember 2016
Bitte warten!
Warten hat ein verdammt schlechtes Image. Warten ist definitiv unsexy, ja scheinbar wertlos. Warten bringt nichts, sondern kostet nur – Zeit, Geld, Nerven. Jedenfalls in einer eiligen Multioptionsgesellschaft. Selbige kann und will nicht warten, zumal es am Buffet der zig Möglichkeiten so viel zu erleben und erledigen gibt. Aber so einfach oder einseitig ist die Sache dann doch nicht.
Allgemein
14. Juni 2016
#IWABI – Ich wische, also bin ich? (2)
Machen uns Smartphones zärtlicher, weil wir sie unentwegt streicheln? Oder verfahren wir auch mit „echten“ Beziehungen künftig nach dem Motto „wisch und weg“? Nein, das ist kein Smartphone-Bashing. Das wäre billige und unnötige Erregung. Zudem falsch, weil einseitig. Aber ein kritischer Blick schärft den Sinn für ein epidemisches Phänomen.
Meinungen
02. Juni 2016
#IWABI – Ich wische, also bin ich? (1)
Machen uns Smartphones zärtlicher, weil wir sie unentwegt streicheln? Oder verfahren wir auch mit „echten“ Beziehungen künftig nach dem Motto „wisch und weg“? Nein, das ist kein Smartphone-Bashing. Das wäre billige und unnötige Erregung. Zudem falsch, weil einseitig. Aber ein kritischer Blick schärft den Sinn für ein epidemisches Phänomen.
Allgemein
04. Februar 2016
Achtung – Obergrenze!
„Das wahrhaft knappe Gut in naher Zukunft wird die menschliche Aufmerksamkeit sein.“ So kommentiert Microsoft-Chef Satya Nadella eine kanadische Studie, wonach die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile auf acht Sekunden geschrumpft ist. So lange dauert etwa auch das Lesen dieser zwei Sätze. Durchschnittlich. Sind Sie noch dabei? Kompliment. Bleiben Sie dran.
Allgemein
12. November 2015
Fix & Foxi
Fix und Foxi – so hießen die beiden Hauptfiguren (Füchse) eines legendären Comic-Magazins, das 2010 ein letztes Mal erschien. Aber in der Redensart, jemand sei „fix und foxi“, sind sie quicklebendig geblieben, verniedlichend für „fix und fertig“. Weniger schmeichelhaft: groggy, hundemüde, schachmatt, ausgepowert, ausgebrannt, erschöpft. Oder schlicht: k. o.