Rund 400 Wiener Schüler*innen besuchten am 28. Mai die Veranstaltung „Klimafit in die Zukunft“ im Schulgarten Kagran und in der Berufsschule für Gartenbau und Floristik. Organisiert wurde das Berufsorientierungsevent von der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen gemeinsam mit dem KUS-Netzwerk.
Die Teilnehmenden konnten verschiedene Berufsfelder der grünen Branche praxisnah kennenlernen. An interaktiven Stationen standen unter anderem das Steuern von Baumaschinen, das Verlegen von Rollrasen, das Setzen von Pflastersteinen sowie Baumklettern und Anwendungen der Dach- und Fassadenbegrünung auf dem Programm.
Grüne Berufe im Wandel
„Die Jugendlichen wollen heute nicht irgendeinen Job, sondern etwas Sinnvolles machen – am besten mit Zukunft, Abwechslung und echter Wirkung. Genau das bieten grüne Berufe. Außerdem: Wer kann schon behaupten, beruflich ganze Städte kühler und lebenswerter zu machen?“, sagt Thomas Hirschbeck, Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen in Wien.
Nach Angaben der Veranstalter informierten sich zahlreiche Jugendliche nicht nur über Lehrstellen, sondern meldeten sich direkt vor Ort für weiterführende Informationen oder Ausbildungsplätze an. Die Veranstaltung sollte die Vielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten der Branche aufzeigen.
Besonderes Interesse galt den Themen Stadtbegrünung, Hitzeschutz und nachhaltige Gartengestaltung. Begrünungsmaßnahmen werden zunehmend als Instrument zur Anpassung an steigende Temperaturen in urbanen Räumen betrachtet.
Nachwuchs für Zukunftsaufgaben gesucht
Rund 17 Unternehmen präsentierten ihre Ausbildungsangebote und gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Ergänzend informierten die Duale Akademie, die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn (HBLFA), die Wiener Stadtgärten sowie das Berufsinformationszentrum Wien (BIWI) über Bildungswege und Karrieremöglichkeiten.
„Viele Jugendliche sind überrascht, wie technisch und modern unsere Branche geworden ist. Da geht es um Maschinen, Planung, Nachhaltigkeit, Stadtklima – und manchmal eben auch darum, in zehn Metern Höhe einen Baum zu pflegen. Das bleibt hängen“, sagt Thomas Hirschbeck, Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen in Wien.
Laut den Veranstaltern steigt auch das Interesse an der Ausbildung zum Klimagärtner. Diese verbindet klassische Kompetenzen des Gartenbaus mit Themen wie Klimaschutz, nachhaltiger Stadtentwicklung und Begrünungstechnologien.
„Wir reden hier nicht über irgendeinen kurzfristigen Trend. Begrünung wird eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Städte. Wer heute einen grünen Beruf erlernt, hat hervorragende Karrierechancen und arbeitet gleichzeitig an etwas, das wirklich sichtbar etwas verändert“, sagt Thomas Hirschbeck, Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen in Wien.