E-Transporter

Letzte Meile unter Strom

Fuhrpark
26.01.2024

Rein elektrische Kleintransporter gehören schon längst zum Straßenbild und sind für viele Unternehmer nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Autohersteller bieten ausgesuchte Transporter-Modelle ohne Einschränkung von Nutzlast und Ladevolumen mit E-Motorisierung an - ein Überblick.
Ford e Transit

Entscheidend für die Alltagstauglichkeit eines Transporters mit E-Antrieb sind neben Kriterien wie Ladevolumen und Nutzlast vor allem der Aktionsradius mit einer Batterieladung und die Ladeleistung. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Dank neuester Batterietechnik haben moderne E-Transporter bereits einen Aktionsradius von über 400 Kilometer, bevor sie an die Ladesäule müssen. Zeitgemäße Schnellladetechnik stellt sicher, dass an Super-Chargern die Befüllung des Fahrakkus von 10 auf 80 Prozent nur noch eine halbe Stunde dauert.

Eine Ikone unter Spannung

Volkswagen hat in den 1950er Jahren mit dem T1 die Welt der leichten Nutzfahrzeuge wachgerüttelt. Etliche Modellgenerationen später steht der Bulli als ID. Buzz elektrifiziert zur Verfügung. Die 204 PS starke E-Maschine wird von einem 77 kW großen Lithium-Ionen-Akku versorgt und kommt mit einer Ladung rund 420 Kilometer weit. Der3,9 Kubikmeter große Laderaum misst 2,2 Meter in der Länge sowie 1,73 Meter in der Breite und bietet bei einer maximalen Zuladung von 570 Kilo Raum für zwei Europaletten.
Bei der aktuellen Transporterbaureihe hat VW den E-Antrieb noch weggelassen. Der gemeinsam mit Ford auf Basis des Transit entwickelte Nachfolger soll aber auch rein elektrisch angetrieben in mehreren Leistungsstufen erhältlich sein.

VW ID. Buzz

3 mal E mit Blitz

Die jetzt zur Stellantis Gruppe zählende Marke Opel deckt mit den E-Versionen von Movano, Vivaro und Combo eine breite Bandbreite an Transportanforderungen emissionsfrei ab. Der nun von einem 270 PS E-Motor angetriebene Movano (bisher 122 PS) bietet bis zu 17 Kubikmeter Stauvolumen, zwei Tonnen Zuladung und kommt dank der neuen 110-kWh-Batterie (bisher 37 und 70 kWh) rund 420 Kilometer weit. Geladen werden jetzt mit bis zu 150 kW Gleichstrom. Zur Auswahl steht Opels größter Stromer mit vier Fahrzeuglängen, drei Radständen und drei Höhen sowie als Kastenwagen, Plattform-Fahrgestell, Doppelkabine und Pritsche.

Im Mittelfeld hinsichtlich Ladevolumen und Zuladung rangiert der Vivaro Electric, der bis zu 6,6 Kubikmeter Ladevolumen und 1,4 Tonnen Zuladung bietet, von einer 136 PS starken E-Maschine angetrieben wird und der mit einer 75-kWh-Batterie bis zu 350 Kilometer weit fährt. Neu ist die Möglichkeit, die Traktionsbatterie auch als Stromquelle für weitere elektrische Geräte zu nutzen. Mit rund 1,90 Metern Höhe ist der Vivaro Electric zudem voll tiefgaragentauglich.

Die Rolle als kleinsten E-Transporter kommt dem Combo zu. Die 50-kWh-Batterie ermöglicht dem ebenfalls 136 PS starken E-Combo einen Aktionsradius von bis zu 330 Kilometer. Seine Qualitäten als Transporter definiert er über ein Ladevolumen von 4,4 Kubikmetern und 780 Kilo Ladevolumen.

Opel Vivaro

Sterne unter Strom

Drei E-Kastenwagenmodelle hat Mercedes-Benz im Programm. Der 122 PS starke eCitan stellt je nach Radstandlänge ein Laderaumvolumen von bis zu 3,7 Kubikmetern zur Verfügung und erzielt eine Reichweite von rund 280 Kilometer. Der eVito mit 6,6 Kubikmetern Stauvolumen schafft es mit dem 116 PS starken E-Motor auf knapp über 300 Kilometer. Mit der neuesten E-Antriebstechnologie startet der eSprinter ins Autojahr 2024. Der von einem 136 PS bzw. 204 PS starken E-Motor angetriebene eSprinter steht in zwei Aufbauformen und -längen zur Wahl und stellt maximal 14 Kubikmeter Ladevolumen zur Verfügung. Wer sich für die stärkste der drei Antriebsbatterien mit 113 kWh entscheidet, kommt rund 440 Kilometer weit.

Mercedes Sprinter

Transit elektrisch

Ford elektrisiert den Transit. Das erste lokal emissionsfrei fahrende Nutzfahrzeug des US-Herstellers ist in drei Höhen und mit drei Radständen erhältlich. In der Maximalversion bietet der Kastenwagen ein Laderaumvolumen von bis zu 15,1 Kubikmeter. Der 68-kWh-Akku ermöglicht eine Reichweite von rund 300 Kilometer.

Ford e Transit

E-Transporter Made in China

Autobauer aus China erobern mit ihren elektrifizierten Transportern derzeit den europäischen Markt. Maxus und Elaris heißen die beiden hierzulande noch weitgehend unbekannten Marken, die bei den E-Nutzfahrzeugen künftig bei den Neuzulassungen mitmischen wollen. Maxus ist mit dem eDeliver3 und 9 vertreten. Der Einsteiger ist in zwei Längen erhältlich und bietet mit 4,8 Kubikmetern Ladevolumen Platz für bis zu drei Europaletten. Die 50-kWh-Batterie reicht für 240 Kilometer Reichweite. Der eDeliver9 wird mit drei Batteriegrößen angeboten, stellt elf Kubikmeter Laderaum zur Verfügung und fährt bis zu 300 Kilometer mit einem vollen Akku.

Einen völlig neuen Weg geht die Marke Elaris. Ein Weinimporteur aus der Pfalz lässt in China Elektroautos bauen, um sie in Europa unter dem Namen Elaris zu vertreiben. Im Nutzfahrzeugbereich startet der Newcomer mit dem Caro und dem Caro S. Der Kastenwagen ohne „S“ schluckt gut zehn Kubikmeter und kommt mit seiner 190-PS-Maschine rund 400 Kilometer weit. Die kleinere Version bietet 4,8 Kubikmeter Stauraum, leistet 82 PS und hat eine Reichweite von rund 260 Kilometer.