Werner & Mertz: Weltrekord beim Einsatz von Altplastik

Nachhaltigkeit
01.10.2020

 

Bereits 2012 hat Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider mit der Recyclat-Initiative ein  Bündnis verschiedener Branchen für ein effektives Plastik-Recycling ins Leben gerufen. Kürzlich wurde die 400-millionste Plastikflasche aus Altplastik in Umlauf gebracht.

Ingo Frank, kaufm. Geschäftsführer Werner & Mertz Hallein

Werner & Mertz stellt in Österreich am Standort Hallein unter anderem Produkte der Marke Frosch, Erdal und green care Professional her. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen mit seiner Reinigungsmittelmarke Frosch ein Vorreiter und Lösungsentwickler in Sachen nachhaltiger Wiederverwertung.

Zu wertvoll für die Deponie

Alle Frosch-Flaschen bestehen zu 100 Prozent aus Altplastik. Dabei nutzt Frosch auch Plastik aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne. Für das Familienunternehmen ist gebrauchter Kunststoff ein wichtiger Rohstoff, der in einem Kreislauf geführt werden sollte und zu wertvoll ist, um verbrannt oder auf der Mülldeponie entsorgt zu werden. Mit dem Sammeln von Altplastik, der Wiederaufbereitung zum Rohstoff Recyclat und dem Einsatz für neue Verpackungen durch die Industrie entsteht ein nachhaltiger Materialkreislauf, bei dem Ressourcen geschont werden und das Klima geschützt wird. Dass ein solcher Materialkreislauf funktioniert, beweisen die 400 Millionen PET-Flaschen aus Recyclat, mit denen Werner & Mertz Weltrekordhalter beim Einsatz von Altplastik ist.

Kein einziger Tropfen neues Rohöl

Schon 2012 hat Werner & Mertz, zusammen mit Kooperationspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die „Recyclat-Initiative“ ins Leben gerufen. Diese Initiative setzt sich von Anfang an dafür ein, dass Plastik nach der Verwendung – ähnlich wie bei Glas und Papier – erneut hochwertig aufbereitet und wiederverwendet wird. Dadurch kann Plastik ohne Qualitätsverlust im Kreislauf gehalten werden und es wird kein Rohöl zur Neuerstellung benötigt. Dem Einsatz von Altplastik kommt derzeit sogar noch größere Bedeutung zu. Da sich der Rohölpreis momentan auf einem historischen Tiefstand befindet, ist der Anreiz für viele Unternehmen sehr groß statt der Nutzung des teureren Recyclats auf neues Plastik aus frischem Rohöl zurückzugreifen.

Konsequentes Umweltmanagement

„Werner & Mertz zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und umfassendes Umweltengagement vereinbar sind. Wir führen die im Unternehmen verankerte Nachhaltigkeitsstrategie konsequent fort“, so Ingo Frank, Geschäftsführer von Werner & Mertz Hallein. Denn von Anfang an hat Reinhard Schneider, geschäftsführende Gesellschafter von Werner & Mertz und Initiator der Recyclat-Initiative, die Entwicklung als „Open Innovation“ angelegt. Jeder kann – und soll – mitmachen, um diese sinnvolle Investition in die Zukunft erfolgreich voran zu bringen.

Wie wichtig und richtig dieser Weg ist, zeigen die Auszeichnungen von Werner & Mertz, wie der „Green Packaging Award“ oder der „Deutsche Verpackungspreis“. Für die zahlreichen vom Unternehmen ins Leben gerufenen Umwelt-Initiativen und für seine visionäre Arbeit erhielt Inhaber Reinhard Schneider 2019 auch den „Deutschen Umweltpreis“.

Bis ins kleinste Detail geplant

Innerhalb der Recyclat-Initiative werden alle Verpackungen nach dem Cradle-to-Cradle®-Prinzip („von der Wiege zur Wiege“) entwickelt. Voraussetzung dafür ist, dass sie von vornherein so gestaltet werden, dass sie auf geschlossene Stoffkreisläufe ausgerichtet und gesundheitlich unbedenklich für Mensch und Umwelt sind. Nicht nur die Recyclingfähigkeit der Verpackung spielt dabei eine große Rolle, nachhaltige und gesunde Ausgangsmaterialien sind dabei genauso wichtig. So achtet Werner & Mertz beispielsweise darauf, dass auch nachhaltige Druckfarben zum Einsatz kommen, die im Rahmen der Recyclat-Initiative gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickelt werden konnten. Als Weltneuheit in der Kosmetikbranche präsentierte Werner & Mertz 2019 eine Verpackung für das Frosch Senses Duschgel, die zu 100 Prozent aus recyceltem HDPE aus dem „Gelben Sack“ besteht. (ar)