Rund 40.000 Gründungen: Regierung sieht positive Signale
Die Zahl der Unternehmensneugründungen in Österreich ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Laut Daten der Wirtschaftskammer wurden knapp 40.000 neue Betriebe gegründet, ein Plus von 9,4 Prozent. Aus Sicht der Bundesregierung deutet das auf eine Stimmungsaufhellung unter Gründerinnen und Gründern hin.
Die aktuellen Gründungszahlen der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zeigen für 2025 einen deutlichen Anstieg der Unternehmensneugründungen. Mit knapp 40.000 neuen Betrieben liegt die Zahl um 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Laut Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus wird ein großer Teil der Gründungen von jungen Menschen sowie von Frauen getragen.
Startups-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sieht in den Zahlen ein Signal für eine veränderte Stimmung. „Wer heute gründet, bringt Ideen, Gestaltungswillen und den Wunsch nach unternehmerischer Freiheit mit“, sagt Zehetner, Staatssekretärin für Startups im Wirtschaftsministerium in Wien. Die Entwicklung deute auf ein wachsendes Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Österreich hin.
Aus Sicht der Bundesregierung sei es jedoch notwendig, diese Dynamik politisch zu begleiten. Zehetner verweist darauf, dass erfolgreiche Gründungen auf geeignete Rahmenbedingungen angewiesen seien. Dazu zählten laut Ministerium einfache und verlässliche Regelungen, digitale Gründungsprozesse sowie ein funktionierender Zugang zu Kapital.
FlexCo und Finanzierung als politische Hebel
Als bereits umgesetzte Maßnahme nennt das Ministerium die Flexible Kapitalgesellschaft, kurz FlexCo. Diese Rechtsform werde laut Angaben des Ressorts inzwischen von mehr als 1.530 Startups genutzt. Sie soll insbesondere jungen Unternehmen mehr Spielraum bei Kapitalaufnahme und Beteiligungsmodellen bieten.
Weitere Schwerpunkte sieht die Bundesregierung beim Abbau bürokratischer Hürden und bei der besseren Abstimmung zwischen Behörden. Zudem soll mit einem geplanten Scale-up-Fonds privates und institutionelles Kapital gezielt für wachsende Unternehmen mobilisiert werden, wie das Ministerium mitteilt.
Ziel der Bundesregierung sei es, dass Unternehmen nicht nur in Österreich gegründet werden, sondern auch langfristig hier wachsen und skalieren. Dadurch solle sich der aktuelle Aufwärtstrend bei den Gründungszahlen nachhaltig verfestigen.



