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Mobilität
02.05.2021

 

Rassiger Sportwagen mit Öko-Touch und Platz für Familienausflüge gesucht? Gibt es. In Form des Porsche Panamera 4S E-Hybrid Sport Turismo.

Die jüngste Überarbeitung des Panamera ST brachte neben dezenten kosmetischen Eingriffen und technischen Neuerungen auch ein neues Modell. E-Hybrid an sich ist beim Panamera ST nichts Neues, der „4S“ füllt ab sofort aber die Lücke zwischen der Einsteigervariante „4“ und der Aussteigervariante „Turbo S“. In den Genuss des jetzt 17,9 kWh großen Akkus kommen übrigens auch diese beiden Modelle.

Zu den Zahlen. Der 4S E-Hybrid hat eine Systemleistung von 560 PS samt einem maximalen Drehmoment von 750 Newtonmeter. Ein Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allrad sorgen für vorbildlichen Umgang mit den Urgewalten, egal ob in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h gesprintet wird oder im E-Modus rund 50 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dabei 140 km/h. Wirkt der V6 Bi-Turbo mit, geht sich eine Verdoppelung und noch ein bisserl was dazu aus. Nur fürs Protokoll.

Die Frage, inwiefern sich das Sparpotenzial der Plug-in- Hybrid-Technik in einem derartigen Hochleistungsauto bemerkbar macht, ist berechtigt. Sie stellt sich ja schon bei Kompakt-SUVs, die angesichts von Leistungen bis zu 300 PS in einer Identitätskrise stecken. Die kennt der Panamera ST nicht. Er versteht sich als sportlichster Kombi der Welt, demgemäß kommen ihm die zusätzlichen 136 Elektropferde gerade recht. Das merkt man auch daran, dass sich selbst im E-Modus der 440 PS starke Bi-Turbo ständig einmischt, fast so, als wolle er einfach nur klarstellen, um was es hier wirklich geht.

Und was genau ist das? Sportliches und Dynamisches, weit jenseits dessen, was man einem Fünf-Meter-Luxus- Kombi zutraut. Der Panamera ST liebt Kurven, verbeißt sich in den Asphalt und lässt ihn gefühlt nie wieder los. Unser Test-Panamera hatte reichlich Optionales aus der Extraliste, die Dynamic ChassisControl, adaptive Sportsitze oder die Hinterachslenkung trieben den Porsche und wohl auch uns zu Höchstleistungen. Orchestral unterstützt durch den ungefiltert rotzigen Sound aus der Sportabgasanlage.

Das Zusatzgewicht der Akkus merken nur Profis, das Spritsparpotenzial nur Erbsenzähler. Dafür ist die Befreiung von der NoVa von Weitem gut sichtbar. Die 136.084 Euro scheinen angesichts des Gebotenen in Ordnung. Dass sich unser Testmodell via Vollausstattung auf 182.896 Euro schraubt, steht wieder auf einem anderen Blatt Papier. Da fehlt es dann aber wirklich an nichts, neben der Dynamik ziehen final Premium, Luxus und Komfort in den Porsche Panamera 4S E-Hybrid ST mit ein.

Autor/in: OLIVER WEBERBERGER

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