Deloitte-Report: Unternehmen setzen auf AI
Eine internationale Studie von Deloitte zeigt: Der Zugang zu Artificial Intelligence (AI) in Unternehmen wächst deutlich. Viele Organisationen erwarten sich davon Effizienzgewinne und zusätzliches Umsatzwachstum. Bei strukturellen Veränderungen bleiben jedoch viele zurückhaltend.
Unternehmen treiben den Einsatz von AI voran, doch der Schritt von Pilotprojekten in den breiten, wertschöpfenden Alltagseinsatz gelingt vielerorts noch nicht Laut dem aktuellen Report „The State of AI in the Enterprise“ von Deloitte, für den weltweit mehr als 3.000 Führungskräfte – darunter 50 aus Österreich – befragt wurden, ist AI im Unternehmensumfeld angekommen.
„Laut unserer Umfrage hat sich der Zugang zu AI für Mitarbeitende in Unternehmen innerhalb eines Jahres um 50 Prozent erhöht. Das ist ein rasanter Anstieg und im Sinne des Fortschritts grundsätzlich erfreulich“, erklärt Bernhard Göbl, Partner im Bereich Technology & Transformation bei Deloitte Österreich in Wien. „Die schlechte Nachricht dabei: 4 von 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen die Technologie im Arbeitsalltag noch gar nicht ein. Viel Innovationspotenzial bleibt hier also noch ungenützt.“
AI und Umsatzwachstum als strategisches Ziel
Während viele Unternehmen laut Studie bereits Effizienz- und Produktivitätssteigerungen durch AI verzeichnen, bleibt das Umsatzwachstum häufig noch Zukunftsmusik. 74 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, ihren Umsatz durch AI künftig zu steigern. 20 Prozent geben an, dieses Ziel bereits erreicht zu haben.
„74 Prozent der Unternehmen hoffen darauf, ihren Umsatz durch den Einsatz von AI in Zukunft zu steigern, 20 Prozent konnten dies bereits erreichen“, sagt Bernhard Göbl. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es beim Erfolg von AI nicht nur um Effizienzsteigerung und Umsatzwachstum geht, sondern vor allem auch um strategische Differenzierung und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.“
Unterschiedliche Wege bei der Transformation
Die Studie zeigt zudem unterschiedliche Herangehensweisen bei der Integration von AI in bestehende Strukturen. 34 Prozent der Unternehmen nutzen AI demnach als Anlass für eine grundlegende Veränderung ihres Geschäftsmodells. 30 Prozent gestalten zentrale Prozesse neu, halten jedoch am bestehenden Geschäftsmodell fest. 37 Prozent setzen AI laut Report eher punktuell ein und nehmen nur geringe oder keine Anpassungen vor.
„Der Einsatz von AI kann für Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen hilfreich sein. Wenn Unternehmen AI aber nicht tiefgreifend in ihr Geschäftsmodell integrieren, laufen sie Gefahr, von Wettbewerbern überholt zu werden. Traditionelle, lineare Skalierungsmodelle müssen überwunden werden. Agilität ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Bernhard Göbl.
Governance und Sicherheit als zentrale Faktoren
Neben strategischen Fragen rücken organisatorische und regulatorische Aspekte in den Fokus. 73 Prozent der befragten Unternehmen sehen laut Studie Herausforderungen im Bereich Datenschutz und Datensicherheit. 50 Prozent nennen offene Fragen zu geistigem Eigentum und Regulatorik.
„Die Governance ist das Fundament von Innovation und Voraussetzung für eine erfolgreiche Skalierung von AI. Unternehmen sollten diesbezüglich eine strategische Herangehensweise wählen und diese bereits jetzt implementieren, um für die Zukunft vorbereitet zu sein“, sagt Christa Janhsen, Partnerin bei Deloitte Österreich in Wien. „Es geht vor allem darum, AI sicher und im regulatorischen Rahmen anzuwenden und damit das Vertrauen der Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden sowie sonstigen Stakeholder in den sicheren Umgang mit AI zu stärken.“



