Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in seinem aktuellen Konjunkturbericht mitteilt, stagniert die Wirtschaft in Österreich weiterhin. Während im Euro-Raum die Konjunktur im ersten Halbjahr 2025 weitgehend stabil blieb, verzeichnete Österreich nur in öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Dienstleistungen Wachstum. Im produzierenden Bereich setzte sich die Rezession fort.
Explodierende Strompreise und unsichere Weltwirtschaft
Steigende Strompreise – seit Jahresbeginn um rund ein Drittel – sowie der höhere Preisauftrieb bei Dienstleistungen führten zu einer höheren Inflation als im Euro-Raum insgesamt. Die Unternehmensstimmung hat sich laut WIFO-Konjunkturtest zwar leicht aufgehellt, dennoch überwiegt Skepsis.
Auch die internationale Wirtschaftslage bleibt laut WIFO unsicher. Hohe US-Zölle, die unklare Handelspolitik der Trump-Administration und Chinas Deflationsdruck durch Überproduktion belasten die globalen Aussichten.
Großteil der Unternehmen ist von Trump-Zöllen betroffen
Pensionsreform verbessert Situation am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote der ab 60-jährigen Frauen hat sich durch die Anhebung des Regelpensionsalters an die allgemeine Frauenarbeitslosenquote angeglichen. © Arbeitsmarktservice Österreich, Dachverband der Sozialversicherungsträger
Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit am Arbeitsmarkt im Steigen begriffen, während offene Stellen und Beschäftigung in der Privatwirtschaft zurückgehen. Im öffentlichen Sektor nimmt die Beschäftigung hingegen zu. Die schrittweise Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters hat seit 2024 zu deutlichen Beschäftigungszuwächsen bei Frauen ab 60 Jahren geführt und ist somit ein Lichtblick in Zeiten wie diesen.
„Eine Anhebung des Regelpensionsalters scheint ein wirksames Mittel zu sein, um die Beschäftigung zu erhöhen. Arbeitslosigkeits- und Verdrängungseffekte sind in Zeiten des Arbeitskräftemangels gering.“ Stefan Schiman-Vukan, Autor des aktuellen WIFO-Konjunkturberichtes