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TV zum Schnäppchenpreis: Leiner macht ernst

20.05.2014

Die Möbelhandelskette drängt in den Elektronikhandel.

Kika/Leiner will verstärkt in den Elektrohandel. Das ist Teil der Umstellung durch den neuen Eigentümer, die südafrikanische Steinhoff-Gruppe. Kika fuhr bereits eine TV-Aktion, nun macht auch die eigentlich in höheren Segmenten positionierte Schwester Leiner ernst. Derzeit wird ein 32-Zöller um 229,99 Euro feilgeboten, im Set mit einer Sound-Bar um 299 Euro.

Leiner ist in höheren Segmenten angesiedelt als Kika. Trotzdem will das Unternehmen offenbar mit Schnäppchen Kunden anlocken – zumindest in Sachen Elektronik. Das tritt der Möbel-Filalist werbestark breit, auch mit nicht gerade billiger TV-Werbung.

Das beworbene TV-Gerät ist von Blaupunkt. Diese Marke war stark bei Niedermeyer gelistet. Dass nun mit Kika/Leiner zusammengearbeitet wird, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich spitzt der Möbelhändler mit dem Ausbau der Elektronik-Abteilungen auf die Kunden von Niedermeyer.  
 
In der Branche wird allerdings bezweifelt, dass Kika/Leiner dem Elektrofachhandel Umsatz wegnehmen kann. Wenn es dem Möbelhändler tatsächlich gelingt, mit aufgemotzten E-Abteilungen Fuß zu fassen, wird er sich eher mit der stationären Großfläche, E-Filialisten wie Conrad und dem Lebensmittel-Handel matchen.
 
Branchen-Insider sehen in der Sortimentserweiterung einen „Notfall-Plan“, um ein angeschlagenes Schiff notdürftig zu flicken. Mit Conforama gibt’s in Frankreich bereits einen Steinhoff-Diskonter, der Möbel- und Elektrohandel verbindet. Womöglich wird Kika/Leiner ähnlich positioniert.

 

Quelle: Elektro Journal

 

Autor/in:
Clemens Coudenhove
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