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Top-Hotellerie: Mehr Nächtigungen, weniger Investitionen und Bedarf an Mitarbeiter

30.10.2014

Österreichische Hoteliervereinigung ÖHV präsentierte die Ergebnisse einer Umfrage in der österreichischen Spitzenhotellerie.
 

„Wenn es mit dem Wetter klappt, werden wir im Winter mehr Nächtigungen haben als im Vorjahr“, verweist Mag. Gregor Hoch, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) auf eine aktuelle Umfrage in der österreichischen Spitzenhotellerie. Ein Drittel der Befragten rechnet mit einer Nächtigungssteigerung, 40 Prozent sehen sich auf Vorjahresniveau, jeder Fünfte erwartet ein Nächtigungsminus. Für Jubel ist es aber noch zu früh: „Wir sind mitten in der Bewerbung und die muss bis zuletzt auf Hochtouren laufen. Gewinnen werden die Destinationen, die das sehr gute Angebot am besten bewerben“, prognostiziert Hoch. 

Werbung: direkt buchbar, offensiv bis zum Schluss und so dynamisch wie der Markt

Ausschlaggebend wird die Arbeit auf den Haupt- und Wachstumsmärkten sein: „Wer auf die Dynamik in den Fernmärkten rasch und richtig reagiert, punktet“, so Hoch. Mehr Handlungsbedarf bestehe in Destinationen mit einem hohen Anteil russischer Gäste. Auch die Behörden sind gefordert: „In den vergangenen Jahren wurde auf den Russen-Ansturm richtig reagiert, die Zahl der Mitarbeiter für die Visa-Ausgabe aufgestockt. Jetzt brauchen wir mehr Mitarbeiter in den Ländern, die den Wegfall kompensieren können“, erklärt Hoch. Dort sollen direkt buchbare Angebote beworben werden.

Ein Drittel der Hotels spart, das Gewerbe leidet

In den Ergebnissen der Hotels machen sich die zusätzlichen Buchungen nicht bemerkbar. Im Gegenteil, dazu steigen die Kosten in der Hotellerie zu stark. Die Hotels sparen das dritte Jahr in Folge bei Investitionen. Mehr als jeder Vierte reduziert die Ausgaben dafür, nur 6,8 Prozent geben mehr aus. Die Top-Hotels sind gut aufgestellt, aber das Gewerbe spürt den Rückgang schon jetzt deutlich. „Das Geld, das da fehlt, hat der Staat“, fordert Hoch, die Steuern endlich zu senken: „Unsere Gäste müssen konsumieren, wir investieren.“ 

Arbeiten beim Tourismusweltmeister: bei den Besten bewerben

Positiv wird sich der Winterstart auf den Arbeitsmarkt auswirken. Der Tourismus bleibt der Jobmotor in Österreich. Ein Drittel der Hotels hat sein Team schon fix, der Rest sucht noch, und zwar vor allem Mitarbeiter für das Service, die Küche, die Rezeption und auf der Etage. „Von der Hilfskraft bis hin zum Branchenkenner mit Auslandserfahrung: Wer beim Tourismusweltmeister arbeiten will, soll sich bitte melden – und zwar gleich in den Top-Betrieben mit den besten Namen für den Lebenslauf und den besten Arbeitsbedingungen“, fordert Hoch alle Interessierten auf, sich jetzt, rechtzeitig vor Saisonstart, zu bewerben. 

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