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RWA: "Stabile Entwicklung" 2013

04.06.2014

Der Konzern der Raiffeisen Ware Austria verzeichnet - wetterbedingt - leichten Umsatzrückgang.

Der konsolidierte Gesamtumsatz des RWA-Konzerns lag im Jahr 2013 bei 2,7 Mrd. Euro und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,5 Prozent. In den Kernsegmenten erzielten die Bereiche Agrar, Landtechnik, Baustoffe sowie Bau- & Garten jeweils ein Umsatzplus. Lediglich der Energiebereich verzeichnete infolge gesunkener Preise einen Umsatzrückgang, heisst es in einer Aussendung. Ausschlaggebend für den Umsatzrückgang sei insbesondere der Wegfall der Vollkonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria, die 2012 in ein gemeinsames Joint Venture mit der Agrana – die Austria Juice – eingebracht wurde. Dadurch verminderten sich die „Sonstigen Umsätze“ des RWA-Konzerns deutlich von 57,4 auf 3,1 Mio. Euro.

Das EGT entwickelte sich 2013 stabil und weist mit 34,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von 3,2 Prozent auf. Ausschlaggebend für die positive Performance in einem schwierigen Umfeld war insbesondere die positive Ergebnisentwicklung der RWA-Konzerngesellschaften einerseits in Österreich und andererseits in den CEE-Ländern. Erfreulich ist zudem die Steigerung der Eigenkapitalquote von 44,7 auf 49,5 Prozent.

„Die RWA war 2013 in mehreren Geschäftsbereichen mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Die Landwirtschaft kämpfte mit einem langen und kalten Winter, der zu einem verspäteten Saisonbeginn führte. Ebenso schwierig war der Sommer mit extremen Hitzewellen und einer starken Trockenheit, die sich ungünstig auf die landwirtschaftlichen Erträge auswirkten. Dementsprechend ist auch die Investitionsbereitschaft der Bauern in Bezug auf die Landtechnik abgekühlt. Die schlechten Witterungsbedingungen zu Beginn des Jahres wirkten sich darüber hinaus auch ungünstig auf die Nachfrage in den Geschäftssegmenten Bau & Garten sowie Baustoffe aus. Der Energiehandel war mit einem niedrigen Preisniveau konfrontiert. In Anbetracht der schwierigen Bedingungen sind wir sehr zufrieden und freuen uns über eine stabile Entwicklung des RWA-Konzerns,“ analysiert RWA-Generaldirektor DI Reinhard Wolf die Geschäftsparameter für das Jahr 2013

Einzelne Geschäftssegmente im Blickpunkt

Das Agrarjahr 2013 wurde deutlich vom Wetter geprägt, gemeint ist ein nasskaltes Frühjahr und eine ausgeprägte Sommertrockenheit. Während die Getreideernte in weiten Teilen Österreichs zumindest durchschnittlich verlief, war die Maisernte schwer betroffen. Im Westen und Süden Österreichs kam es zur schlechtesten Ertragslage seit vielen Jahren. Der RWA-Konzern steigerte im Segment Agrar dennoch aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei den Beteiligungen seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Die Folge: Weniger Zulassungen von Traktoren (von rund 7.700 Stück in 2012 auf ca. 7.400 Stück). Für den RWA-Konzern  verlief das Technik-Geschäft – das neben Traktoren auch weitere Landmaschinen, Ersatzteile und Reifen umfasst – positiv mit einem Zuwachs von 6,3 Prozent auf 93,1 Mio. EUR.

In der Baubranche zeigte sich die allgemein schlechte Stimmung anhand des Rückgangs bei den Baubewilligungen. Bei den Baumärkten kämpfen viele Marktteilnehmer mit dem gesättigten Markt und einer zurückhaltenden Nachfrage nach Heimwerker- und Gartenprodukten. Dem zum Trotz wies der RWA-Konzern im Segment Baustoffe einen Umsatz von 30,7 Mio. Euro auf, was einem Plus von 9 Prozent entspricht. Im Segment Bau- und Garten erwirtschaftete der RWA-Konzern einen Zuwachs von 5,4 Prozent und stieg auf 202,1 Mio. EUR. Das Energiesegment war geprägt von niedrigen Preisen und führte im RWA-Konzern zu einem Umsatzrückgang von 10,4 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro. Der Holzpelletshandel stieg gar um 29,5 Prozent.

Die Beteiligungen des RWA-Konzerns entwickelten sich größtenteils positiv. Bei den inländischen Beteiligungen war insbesondere der Geschäftsverlauf der Equity-Beteiligung Austria Juice sowie des Tochterunternehmens Url Agrar erfreulich. Auch die RWA-Tochterunternehmen in den CEE/SEE-Ländern erzielten ein deutliches Umsatzplus.

Entwicklung der Lagerhaus-Genossenschaften

Die schwierigen Rahmenbedingungen in den Kernsegmenten Agrar, Technik, Baustoffe, Bau- und Gartenmärkte sowie Energie hatten neben dem RWA-Konzern auch Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der 86 Lagerhaus-Genossenschaften. Diese erreichten 2013 rund 4,7 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 7 Prozent entspricht. Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen entwickelten sich die Lagerhaus-Genossenschaften stabil und erzielten einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro, was nur einem leichten Rückgang von 1,5 Prozent entspricht.

Die Segmente im Detail:

Technik (Umsatz 705 Mio. Euro, - 0,5 Prozent).
Energie (Umsatz 1,4 Mrd. Euro, - 18,1 Prozent)
Baustoffhandel (Umsatz 701 Mio. Euro, - 4,1 Prozent),
Bau- und Gartenmärkten (Umsatz 569 Mio. Euro, + 3,1 Prozent).

RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf dazu: „Die Lagerhaus-Genossenschaften haben auch 2013 gezeigt, dass sie in schwierigen Zeiten eine starke und verlässliche Kraft in den Regionen sind. Die Lagerhäuser haben ein breites Portfolio, mit dem sie herausfordernde Bedingungen in den einzelnen Segmenten gut ausbalancieren können. Das macht sie im ländlichen Raum zu einem stabilen Partner für die Kunden und die rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Autor/in:
Clemens Coudenhove
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