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2014 war für Kärntenmilch zwar ein schwieriges, letztendlich aber doch ein erfolgreiches Jahr.

Positive Entwicklung für Kärntnermilch

05.06.2015

Trotz schwierigem Umfeld und großen Imageschaden durch den HCB-Skandal in Kärnten konnte die Kärntnermilch 2014 ihren Bruttoumsatz um 5,41 Prozent steigern. Auch die Mengen bei der Milchverarbeitung und der Durchschnittspreis für Milch legten zu.

Das Jahr 2014 war für die gesamte heimische Milchwirtschaft eine große Herausforderung. „Trotzdem haben wir es geschafft 2014 ein positives Betriebsergebnis zu erwirtschaften und einen überdurchschnittlichen Milchpreis an die Bauern auszubezahlen“, berichtet  Helmut Petschar, Geschäftsführer der Kärntnermilch. Der Gesamtbruttoumsatz ist um 5,41 Prozent auf 107,7 Millionen Euro gestiegen. In der Milchverarbeitung verzeichnete die Kärntnermilch 2014 eine Steigerung von 7,8 Prozent auf insgesamt 122,1 Millionen Kilogramm Milch. „Damit werden heute bei uns über 334.000 Liter Milch pro Tag in 400 unterschiedlichen Produkten verarbeitet“, so Petschar. Der durchschnittliche Preis für die Bauern lag 2014 über alle Klassen hinweg bei 44,31 Cent brutto pro Kilogramm -  das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Preissteigerung für die Bauern um beachtliche 3,9 Prozent.

Imageschaden durch HCB-Skandal in Kärnten

Doch 2014 hätte noch deutlich besser ausfallen können, wenn nicht unerwartete Ereignisse den Geschäftsverlauf eingetrübt hätten. Vor allem das Russland-Embargo Mitte des Jahres 2014 traf die europäische Milchwirtschaft hart. „Durch den Wegfall Russlands ist der Exportumsatz der Kärntnermilch um 7,7 Prozent auf 20,4 Millionen Euro gesunken und die Exportquote hat sich damit auf 19,8  Prozent verringert“, erklärt Petschar. Aber auch der HCB-Skandal in Kärnten schmälerte die Ergebnisse. „Obwohl die Kärntnermilch keine Milch aus der betroffenen Region (Anm.: Görschitztal) bezieht, wurde sie durch Falschmeldungen und eine verfehlte Informationspolitik des Landes Kärnten mit diesem Skandal in Verbindung gebracht. Wir haben zwar sofort gegengesteuert, aber der Imageschaden für unser Unternehmen ist enorm. Hier werden wir auch weiterhin für eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse und für eine Entschädigung unsere Bauern kämpfen“, unterstreicht Petschar die Dimension der überschrittenen HCB-Grenzwerte.

Fokus auf qualitätsbewusste Kunden

Die Herausforderung des laufenden Geschäftsjahres ist das Ende der Milchquote, die am 31. März 2015 ausgelaufen ist. Nun kann jeder Bauer ohne Strafzahlung so viel Milch wie er möchte produzieren. „Damit wird die Milchmenge bis 2020 weltweit um 25 Prozent auf 740 Millionen Tonnen ansteigen. Mehr Milch am Markt bedeutet aber auch, dass die Milchpreise dadurch verstärkt unter Druck geraten werden“, so Petschar. Doch Kärntnermilch hat schon in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Strategie dagegen entwickelt: „Als kleine regionale Molkerei werden wir mit internationalen Milchkonzernen niemals mithalten können. Doch mit einer konsequenten Konzentration auf die Themen Qualität, Nachhaltigkeit und garantierter Gentechnikfreiheit konnten wir schon in den vergangenen Jahren bei einer anspruchsvollen und qualitätsbewussten Kundschaft punkten. Diesen Pfad werden wir weiter beschreiten und noch 2015 über acht Millionen Euro in einen weiteren Qualitätsschub der Kärntnermilch investieren.“

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