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Die Omi als Superheldin: Neben dem berühmten Cowboy Robert John Burck auf dem Times Square in New York.

Omi´s Apfelstrudel mischt Getränkemarkt auf

19.08.2015

Vier Visionäre machten aus einer klassischen Wiener Mehlspeise ein Trendgetränk: „Omi´s Apfelstrudel“ hat in nur 16 Monaten eine steile Karriere hingelegt. Neben Österreich ist die „Omi“ mittlerweile in 14 Ländern, seit kurzem auch in China, erhältlich.

Vier Männer, eine Vision und ein Apfelsaft, der nach Apfelstrudel schmeckt – was im ersten Moment wie eine schräge Idee klingt, ist tatsächlich eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Im Jänner 2014 wurde das Unternehmen Kendlbacher Vertriebs GmbH mit Sitz in Leoben, Steiermark, von Michael Reiter, Ries Bouwman , Fred Kendlbacher und Philipp Maier gegründet. Ende Februar 2014 folgte dann die Markteinführung von „Omi´s Apfelstrudel“, einem hundertprozentigen Apfelsaft mit dem Geschmack nach Apfelstrudel. Und der schlug im Getränkemarkt und bei den Kunden ein. Nicht nur in Österreich, wo der Apfelstrudel zum Standard-Speise-Repertoire gehört. Nach nur sechs Monaten am Markt war „Omi´s Apfelstrudel in den USA und damit in enorm kurzer Zeit am internationalen Getränke-Parkett vertreten. Nur neun Monaten nach der Markteinführung gab es die „Omi“ bereits in über 5000 Verkaufsstellen, davon alleine rund 3900 in Österreich – mit dabei unter anderem Spar, Eurospar, Interspar, Billa, Merkur, dm, Adeg, Metro, Sutterlüty, AGM sowie C+C Pfeiffer, also das „Who´s Who“ des heimischen Lebensmittelhandels.

1,3 Mio. Flaschen im ersten Halbjahr 2015
Schon im ersten Jahr 2014 wurden vom veganen, naturtrüben Apfelsaft, der aus heimischen Äpfeln in der Steiermark produziert wird, rund 750.000 Flaschen verkauft – 85 Prozent davon in Österreich. Und im laufenden Geschäftsjahr ist mit einem absoluten Rekord-Umsatz zu rechnen. Denn schon im ersten Halbjahr liegen die Verkaufszahlen bei rund 1,3 Millionen Flaschen, wobei 65 Prozent in Österreich und 35 Prozent im Ausland über den Ladentisch gingen. Im zweiten Halbjahr sind aufgrund der Ausweitung der Absatzmärkte weitere Steigerungen zu erwarten: So ist die „Omi“ unter anderem seit Mai 2015 in der Schweiz erhältlich, seit März/April 2015 in Deutschland im Handel und seit Juni 2015 in China vertreten. Eine weitere Besonderheit der „Omi“, der weder Farbstoffe, Zucker oder Konservierungsmittel beigesetzt werden, ist die Tatsache, dass sich der Natursaft keiner bestimmten Altersgruppe zuordnen lässt – das Apfelstrudel-Getränk ist grundsätzlich in jeder Zielgruppe beliebt. Damit haben die Erfinder trotz Visionen nicht gerechnet: „Anfänglich war es ein Spaßprojekt, das wir einfach mal ausprobieren wollten. Aber durch die rasante Nachfrage erkannten wir das Potenzial sehr schnell und rüsteten für ein international realistische Großprojekt auf“, berichtet Mit-Erfinder Fred Kendlbacher. Doch die Reise der „Omi“ ist sicherlich noch lange nicht zu Ende. Mittels Crowdfunding hat das Unternehmen im April 2015 innerhalb von 32 Stunden 249.990 Euro durch 231 Investoren lukriert – wodurch es das bis dato am schnellsten finanzierte Projekt Österreichs ist. Dank des neuen Alternativfinanzierungsgesetzes gibt es demnächst  eine weitere Chance: Am 1. September 2015 startet die zweite Crowdfunding-Runde mit Green Rocket. Beste Voraussetzungen also, den Erfolg in Zukunft fortzusetzen. (ar)

 

Ursprünglich erschienen: Handelszeitung, 18.08.2015

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