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Zwei Drittel der Empfänger bevorzugen die postalische Zusendung der Flugblätter.

Österreicher blättern gerne im Flugblatt

30.09.2015

Die „Flugblattstudie 2015“ von Marketagent.com zeigt, dass sich trotz digitalen Veränderungen die große Mehrheit der Empfänger von Prospekten in Österreich die Flugblätter, die ins Haus flattern, ansieht. Die Hälfte der Befragten empfindet es zwar als Prospekt-Flut, dennoch sind es nur 3,2 Prozent, die sich überhaupt nicht für Flugblätter interessieren.

Im Rahmen der „Flugblattstudie 2015“ von Marketagent.com wurden unter anderem Bezugsquellen und Leseverhalten der 14 bis 69-Jährigen bezüglich Flugblätter untersucht. Diese ergab, dass noch immer mehr als die Hälfte der Empfänger (51,3 %) sich Flugblätter grundsätzlich ansieht, um zu sehen, ob etwas Interessantes dabei ist. Ein Drittel (33,3 %) sieht sich zumindest  Prospekte von bestimmten Anbietern bzw. Branchen an und jeder Achte (12,2 %) wirft nur bei einem konkretem Bedarf einen Blick darauf. Lediglich 3,2 Prozent sehen sich keine Flugblätter an. Kurz gesagt: Beachtliche 96,8 Prozent der Empfänger schenken Werbeprospekten Beachtung.

Briefkasten beliebteste Zustellform
In puncto Bezugsquellen ist das zugestellte Flugblatt im Briefkasten unschlagbar. Etwa zwei Drittel der Empfänger (65,2 %) bevorzugen die postalische Zusendung des Prospektes. Nur 7,3 Prozent lesen es lieber als Zeitungsbeilage und 5,0 Prozent sammeln es bevorzugt direkt im Geschäft ein. „Das Flugblatt im Briefkasten gilt für viele als legitime Schnittstelle und hat somit die besten Chancen auf Verwendung“, analysiert Dominique Ertl, Studienleiterin von Marketagent.com, die Ergebnisse dieser Studie.  Doch selbst Konsumenten, die an Werbeprospekten durchaus interessiert sind, wird die zugestellte Menge zu viel. 40,7 Prozent der Empfänger empfinden die zugestellte Flugblattanzahl als genau richtig, 42,8 Prozent als eher zu viel und 13,2 Prozent als deutlich zu viel. Zusammengefasst kann man sagen, dass mehr als die Hälfte (56 %) die zugestellte Prospektmenge als (eher) zu viel einstuft.

Digital braucht es mehr Produktinformationen
Das regelmäßige Lesen von Flugblättern bindet die Konsumenten an das jeweilige Unternehmen: 13,1 Prozent empfinden auf jeden Fall eine stärkere Bindung zum Unternehmen aufgrund vom Lesen des jeweiligen Prospektes, weitere 29,2 Prozent eher schon, 13,0 Prozent eher nicht und 16,3 Prozent überhaupt nicht. Also vier von Zehn (42,3 %) haben aufgrund von Flugblättern eine stärkere Bindung zu Unternehmen. 28,5 Prozent sind hinsichtlich der Bindungskraft von Werbeprospekten unentschlossen.   Digitale Aktions-Plattformen und –Apps stellen einen weiteren praktischen Ratgeber beim Einkaufen dar. Die Erwartungshaltung des Nutzers in Bezug auf die Plattformen und Apps im Angebotsbereich ist klar definiert. Zwei Drittel (66,5 %) erwarten sich einen Vergleich der Angebote und Preise auf den digitalen Aktions-Plattformen und –Apps. Mehr als die Hälfte (52,3 %) wünscht sich eine detaillierte Produktinformation und 45,0 Prozent die Prüfung der Verfügbarkeit von Marken und Produkten. 

 

Ursprünglich erschienen: Handelszeitung, 28.09.2015.

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