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LAE: Was Entscheider lesen

08.04.2014

Mit neuen Regeln erschien die Leseranalyse Entscheidungsträger

„Entscheider fungieren als Radarstationen. Um Entwicklungen, den Mitbewerb zu bewerten, benötigen sie Informationen. Diese generieren Entscheider intern und in großem Maße auch aus Medien“, erklärte Brigitte Ederer, ehemaliges Siemens-Vorstandsmitglied, als Key-Notespeakerin der Leseranalyse Entscheidungsträger 2013. Die ehemalige SPÖ-Politikerin ist derzeit im Aufsichtsrat der ÖBB, der ÖIAG und bei Infineon aktiv und ist kürzlich beim Startup Whatchado eingestiegen.

Wie Entscheider ticken und welche Printtitel von ihnen gelesen werden, wurde im Anschluss von Marktforscher Werner Till und Gewinn-Geschäftsführer und LAE-Initiator und -Sprecher Raimund Jacoba anhand der aktuellen LAE 2.0 präsentiert. Die Neuerung zu der nun nicht mehr vergleichbaren LAE 2011 ist, dass heuer erstmals auch Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitern und deren Führungskräfte in 4.000 persönlichen computergestützten Interviews (CAWI) befragt wurden. Bis 2011 waren auch Einpersonenunternehmen (EPU) Teil der Grundgesamtheit, die inzwischen nahezu die Hälfte der Entscheider ausmachen, aber oft niedrige Budgets bewegen. Die alle zwei Jahre erscheinende Studie kostet ca. 400.000 Euro und wird von 14 Medienhäusern ermöglicht. Die Grundgesamtheit beträgt 331.000 Personen. Der typische Entscheider lässt sich folgendermaßen beschreiben: Er ist affin für neue Medien, nutzt ein Smartphone, ein Drittel hat einen Tablet-Computer, 38 Prozent sind auf Facebook aktiv, 8 Prozent der Befragten auf Twitter, ein Drittel liest Tageszeitungen nahezu täglich („gestern“) online, 19 Prozent lesen News nahezu täglich („gestern“) mobil. Zwei Drittel der Befragten Entscheider schätzen die wirtschaftliche Entwicklung positiv ein. „Wir wollen ein Statement für Print setzen. Wir wollen Print abbilden und die Besonderheit der Printmedien für Entscheider, die ja bekanntlich sehr viel lesen. Wir wollen zeigen, wie gut Print funktioniert“, betonte Raimund Jacoba den Grund, warum auch heuer keine Daten für die Online-Nutzung von Printtiteln erfasst wurden.

Grund zur Freude auch beim Österreichischen Wirtschaftsverlag: Die Reichweiten des Monatsmagazins "Die Wirtschaft" kommt auf 11,7 %, bei ManagerInnen der 1. Führungsebene gar auf 15,6 %. Die Wochenzeitungen der Wirtschaftskammern weisen - im Vergleich zu vielen 
bekannten Wochenformaten - mit 23,8 % die höchste Reichweite auf. Der
 Österreichische Wirtschaftsverlag, seit vielen Jahren enger Werbe-
und Anzeigen-Partner vieler Kammermedien, sieht dies als beachtlichen
 Erfolg der Kooperationen mit hoch spezialisiertem Fokus auf die
 Bedürfnisse von Österreichs KMU. Die Zeitungen der Wirtschaftskammern 
werden überdurchschnittlich von der 1. Managementebene (28,2 %) und da
 vermehrt von Inhabern (29,6 %) und Geschäftsführern (25,4 %) gelesen.
 Bei den Funktionen sticht besonders der Bereich der Finanzentscheider
 mit 25,7 % hervor.

LAE 2.0 - 2013

Entscheidungsträger (Einzeltitel, Reichweite in Prozent)

 

Tageszeitungen  
Kronen Zeitung 31,7
Kurier 20,4
Der Standard 17,7
Kleine Zeitung 17,4
Presse 16,8
Wirtschaftsblatt 14
OÖN 10,2
Salzburger Nachrichten 10,1
Tiroler Tageszeitung 6
FAZ 1,1
SZ 1
NZZ 0,9
   
Wochentitel  
Profil 19,4
News 18,3
NÖN 14,7
Format 10,1
Spiegel 8
Focus 3,3
Wirtschaftswoche 2,7
   
Monatstitel  
Gewinn 24,5
Trend 22,6
Top-Gewinn 12,3
Die Wirtschaft 11,7
Industriemagazin 9,9
Manager magazin 5

 

Autor/in:
Clemens Coudenhove
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