Direkt zum Inhalt

Konzepte für erfolgreiche Zeitungen

10.03.2015

European Newspaper Congress von 3. bis 5. Mai in Wien: Erfolgsbeispiele und neue Projekte

Tragfähige Strategien sind gefragt: Die Zeitungen müssen nach wie vor sehen, wie sie mit der digitalen Welt umgehen - und wie sie einerseits die richtigen Inhalte in der angemessenen Form darbieten, diese andererseits in die Gewinnzone bringen. Erfolgsbeispiele und neue Projekte präsentiert der European Newspaper Congress von 3. bis 5. Mai in Wien (Anmeldung hier)

Eines davon ist ist die "Sharewall" - hier bezahlen die Leser nicht mit Geld, sondern mit ihrer Empfehlung für gelesene Beiträge. Das heißt für die Verleger, dass sie Reichweiten steigern, ohne ihre Leser durch Bezahlschranken zu verlieren. Sharewall-Gründer Anders Ibsen wird beim European Newspaper Congress das Konzept vorstellen. Dahinter steckt die Fragestellung, die der Kongress 2015 in den Mittelpunkt stellt: Warum die digitale Transformation nur im Zusammenspiel mit Startups gelingen kann, was Startups anders und besser machen als Verlage und was man von Ihnen lernen kann. Unter den vorgestellten Digitalmodellen finden sich auch die "New York Times" sowie die Schweizerische "20 Minuten".

Außerdem werden die Macher ihre aktuellen Projekte vorstellen, darunter Gabor Steingart: Der Geschäftsführer des "Handelsblatt" erläutert die Struktur der "multimedialen Reporterzeitung". Bei der Wirtschaftszeitung gilt seit Kurzem, dass die Redakteure arbeiten, wo sie wollen - Ziel ist, so besser an exklusive Geschichten zu kommen. Digital- und Printredaktion werden eins und arbeiten in Teams zusammen, die selbst entscheiden, welche Plattform für welchen Artikel geeignet ist. Steingart will damit "den Qualitätsjournalismus weiter vorantreiben". Wie das bislang gelingt, wird er mit den Kongressteilnehmern diskutieren.

Unter der Rubrik "Strategie 2015" wird es unter anderem um journalistische Relevanz gehen, die jenseits reißerischer Schreckensnachrichten und vermeintlich langweiligem Schönwetterjournalismus stattfindet. Dass das geht, zeigt Ulrik Haagerup, Chefredakteur beim Dänischen Fernsehen.

Als "Best Cases 2015" haben sich vier Medienprojekte qualifiziert: "Tubantia" aus den Niederlanden und Europas Regionalzeitung des Jahres, die "Sonntagszeitung" (Wochenzeitung des Jahres) aus der Schweiz, die irische "The Mayo News" (Bild oben), Lokalzeitung des Jahres, und "Público" aus Portugal, Europas nationale Tageszeitung des Jahres. Diese besten Zeitungen des Jahres werden beim "Winner Dinner" am 4. Mai geehrt.
 
Veranstalter des European Newspaper Congress sind der Medienfachverlag Oberauer und der Zeitungsdesigner Norbert Küpper. Oberauer mit Sitz in Salzburg/Eugendorf gibt unter anderen die Journalistenfachzeitschriften "Medium Magazin" und “Wirtschaftsjournalist" in Deutschland, den Titel "Der Österreichische Journalist" und "Schweizer Journalist" heraus und betreibt außerdme das Fachportal Newsroom.de.

 

Quelle: WuV

Werbung
Werbung