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Auch für das kommende Jahr erwartet der Branchenradar keine Belebung des Fast Food-Marktes.

Fast Food-Markt kommt ins Stocken

15.10.2015

Die Zeiten substanziellen Wachstums am österreichischen Fast-Food-Markt scheinen vorbei zu sein. Seit zwei Jahren entwickeln sich die Erlöse nur noch moderat, wie die aktuellen Zahlen des Branchenradars „Fast Food in Österreich 2015“ von Kreutzer Fischer & Partner Consulting zeigen.

Der heimische Fast-Food-Markt wächst im Jahr 2015 voraussichtlich um ein Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Damit setzt sich die moderate Entwicklung aus dem Vorjahr (+ 1,2 % gegenüber dem Vorjahr) fort. Der leichte Zuwachs ist zudem zur Gänze preisgetrieben, die Nachfrage selbst ist mit 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig. Preiserhöhungen gab es primär bei Würstel- und Imbissständen, in der Systemgastronomie sind die Preise jedoch nahezu stabil geblieben.

Den Boom bei Zustelldiensten nicht genutzt
Der Grund für die flache Entwicklung ist leicht ausgemacht. Im Gegensatz zu früheren Jahren können in den beiden letzten Jahren weder neue Kunden gewonnen, noch kann die Kauffrequenz bei den Stammkunden erhöht werden. Offenbar ist das Marktpotenzial ausgeschöpft. Vielmehr verlieren die Fast-Food-Anbieter mehr und mehr Marktanteil an den Lebensmittelhandel und an Bäckereien, die ihr „Ready to eat“-Angebot sukzessive ausbauen. Zudem setzt die klassische Gastronomie wieder mehr auf preisgünstige Mittagsmenüs und den Trend zu „Home Meal Replacement“ (Abholung bzw. Zustellung von Speisen zum Verzehr zu Hause). Auch für das kommende Jahr erwartet der Branchenradar daher keine Belebung des Marktes. Der Umsatz dürfte weiterhin nur um rund ein Prozent wachsen. Laut Branchenradar fehlt es an den zündenden Konzepten, sowohl hinsichtlich des Produkt- als auch des Serviceangebotes, und auch der Boom bei Gastro-Zustelldiensten sei bis jetzt weitgehend verschlafen worden.

 
Ursprünglich erschienen: Handelszeitung, 12.10.2015.
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