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Die Anuga, vom 10. - 14. Oktober 2015, in Köln ist komplett ausgebucht.

Anuga: Über 7000 Anbieter aus 108 Ländern

15.10.2015

Am 10. Oktober 2015 eröffnete in Köln die Anuga 2015. Mit über 7000 Anbietern aus 108 Ländern ist die weltweit größte Messe für Nahrungsmittel und Getränke bis auf den letzten Quadratzentimeter ausgebucht. Partnerland in diesem Jahr ist Griechenland.

Die Anuga in Köln, die am 10. Oktober startete und noch bis 14. Oktober läuft, ist komplett ausgebucht. Mit 284.000 Quadratmeter ist die Hallenkapazität der Koelnmesse, immerhin das fünftgrößte Messegelände der Welt, bis auf den letzten Quadratzentimeter ausgelastet. Damit ist die Anuga erneut die weltweit größte und wichtigste Businessplattform für die internationale Ernährungswirtschaft. Im Mittelpunkt der Messe stehen neue Produkte, innovative Trends und zukunftsorientierte Konzepte.

Convenience wird immer wichtiger
Die Sonderschau taste15 übernimmt innerhalb der Messe eine wichtige Funktion als Trendbarometer für die Einkäufer und als Impulsgeber für das globale Food Business. Ausgewählt von einer Jury aus Fachjournalisten, werden hier die Top-Neuheiten der Anuga 2015 auf einen Blick präsentiert. Insgesamt wählte die Jury 61 Produkte und Konzepte aus, die in puncto Idee, Innovation und kreativer Umsetzung überzeugten - quer durch alle zehn Food-Messen der Anuga. Einer der deutlichsten aktuellen Trends ist das Thema Convenience. Immer mehr Single- bzw. kleine Haushalte greifen zu vorgefertigten Gerichten, bevorzugt auch in kleineren Verpackungen. Gerichte und Snacks für die Mikrowelle oder den Toaster sind daher in der Anuga taste15 - in einer großen Auswahl zu finden.  Das hält den Verbraucher allerdings nicht davon ab, auch hier auf Qualität, nachhaltige Produktion oder zielgruppenspezifische Angebote, also „Free from“-Produkte, zu achten. „Free from“ heißt aber auch für viele: Verzicht auf Konservierungsmittel, künstliche Aromen, Zusatzstoffe. Einige Produkte erfüllen mehrere Anforderungen gleichzeitig und werben mit „Tripple Free“-Slogans. Aber auch vegetarische und vegane Lebensweisen erfordern „Free From“-Produkte, wenn bewusst auf Fleisch oder generell tierische Stoffe verzichtet wird. Die Bandbreite wird hier deutlich größer, und auch beliebte und eingeführte Gerichte werden nun als fleischlose Alternative auf den Markt gebracht.

Trend zu bewussten Konsum hält an 
Wie sehr sich das Essverhalten verändert hat, zeigt auch die Verbraucherstudie „Consumer´s Choice `15“, die von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungs-industrie e.V. (BVE) gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt wurde. Sie belegt mit, wie sich das Ernährungsverhalten verschiedener Generation verändert hat und welche Produkte in Zukunft verstärkt nachgefragt werden. „Das Essverhalten heranwachsender Generationen unterliegt einem grundlegenden Wandel. Der Verbraucher lebt heute in einem unstrukturierten Alltag mit einem hohen Grad an Mobilität und Spontanität. Dies fordert nicht nur sein Zeitmanagement sondern auch die Gestaltung seines sozialen Umfelds heraus. Feste Konsummuster und Strukturen werden bei zunehmendem Zeitmangel zum Stressfaktor. 49 Prozent der jungen Generation empfinden einen gestiegenen Zeitstress. Folglich bedeutet Vielfalt und Vielseitigkeit in der Ernährung auch das Loslösen vom traditionellen Ernährungsnormen“, erklärt Christoph Minhoff, BVE-Hauptgeschäftsführer. Laut Studie ist die Zahl der 0-16-jährigen, die ihr Mittagessen zu Hause einnehmen in den vergangen zehn Jahren um durchschnittlich 22 Prozent zurückgegangen. Außerdem wurden 2015 (hochgerechnet) in Deutschland 3,08 Milliarden Mahlzeiten weniger zu Hause verzehrt als noch 2005 - vor allem beim Frühstück und Mittagessen. Das Abendessen konnte jedoch um 2 Millionen Mahlzeiten zulegen. Positiver Effekt: Wenn weniger Zeit zum Essen bleibt, wählen die Konsumenten ihre Lebensmittel zunehmend bewusster aus. Qualität bestimmt heute bei 51 Prozent der Verbraucher, ob ein Produkt gekauft wird.  Teil des bewussten Konsums ist auch ein Trend zur vegetarischen Ernährung. Fleischersatzprodukte und pflanzliche Brotaufstriche wurden 2014 im Wert von 213 Millionen Euro verkauft, rund 11 Millionen Kunden kauften diese Produkte und gaben um Durchschnitt 19 Euro im Jahr dafür aus.

 
 
Ursprünglich erschienen: Handelszeitung, 12.10.2015.
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