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Sogar Holzfenster lassen sich Digitaldruck-Technologie individuell gestalten.

Innovative Oberflächen aus dem Drucker

09.08.2019

Zusammen mit Homag und anderen namhaften Firmen hat Adler Lacke kürzlich die „Digital Printing Association“ vorgestellt. Daniel Pesserer von Adler erläutert die Potenziale der Technologie für holzverarbeitende Betriebe.

Daniel Pesserer, Adler-Verkaufsleiter für den Industriebereich, sieht im Digitaldruck auch viele Einsatzmöglichkeiten für Möbel-, Fenster- und Fußbodenhersteller.

Auf der Fachmesse Ligna in Hannover hat der Tiroler Lackhersteller Adler gemeinsam mit den Unternehmen Homag Group, MB Digitalprint, Li&Co und Durst Phototechnik die neu gegründete Digital Printing Association (Dipa) vorgestellt: Eine Arbeitsgemeinschaft, die geballtes Know-how rund um die Zukunftstechnologie Digitaldruck zu bieten hat. Im Interview erläutert Daniel Pesserer, Verkaufsleiter für den Bereich Industrie bei Adler, die Möglichkeiten dieser Zukunftstechnologie und die Potenziale für die holzverarbeitende Betriebe.

Herr Pesserer, wie fielen die ersten Rückmeldungen auf die Gründung der neuen Arbeitsgemeinschaft aus?

Durchwegs sehr positiv. Der Digitaldruck ist eine der interessantesten Zukunftstechnologien, wenn es um die Gestaltung von Oberflächen im und rund ums Haus geht. Aber um die Technologie erfolgreich einzusetzen, braucht es viel technisches Know-how und ein gutes Zusammenspiel der verschiedenen Partner. Das war für uns auch der Grund, die Dipa zu gründen: Mit dieser Arbeitsgemeinschaft ermöglichen wir einen unkomplizierten Zugang zur Digitaldruck-Technologie.

Was wird die Dipa leisten?

Wir wollen zum einen die faszinierenden Möglichkeiten, die der Digitaldruck bietet, aufzeigen, und interessierten Anwendern andererseits fachlichen Austausch und Wissensvermittlung anbieten. Dazu haben wir am 11. Juli 2019 in Brixen (Südtirol) das erste Dipa-Symposium veranstaltet, bei dem wir mehr als 60 Fachbesucher begrüßen konnten. Für Anfang 2020 planen wir die Gründung der Dipa Academy, die eine fundierte Fachausbildung für alle Bereiche des Digitaldrucks bieten wird. Mittelfristig soll auf Basis Dipa ein eigenständiger Verband gegründet werden.

Was macht den Digitaldruck für holzverarbeitende Betriebe eigentlich interessant?

Einer der großen Trends im Architektur- und Einrichtungsbereich ist die Individualität. Die Kunden wollen keine Möbel von der Stange, sondern Unikate, die perfekt zu ihrem Lebens- und Einrichtungsstil passen. Das ist mit dieser Zukunftstechnologie möglich: Der Digitaldruck erlaubt eine grenzenlose Gestaltungsvielfalt in höchster Qualität und verleiht jeder Oberfläche die gewünschte Optik – bis hin zum Einzelstück. Ein weiterer Vorteil: Der Digitaldruck kann in einen sehr effizienten, kostengünstigen Produktionsablauf eingebettet werden und ermöglicht so individuelle Gestaltung in einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche Oberflächen können digital bedruckt werden?

Im Prinzip alle – Holz, MDF-Platten und vergleichbare Werkstoffe, aber auch Glas oder Metall. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, mit digital bedruckten Folien zu arbeiten, die dann auf die Oberfläche aufgebracht werden. Damit eignet sich der Digitaldruck für alle Oberflächen im und rund um das Haus: Für Küchen und Möbelstücke, für den Innenausbau und die Fassade, für Fenster oder Gartenmöbel.

Und wo kommt bei diesem Thema Adler als Lackhersteller ins Spiel?

Um die gewünschte Qualität und dauerhaften Schutz zu gewährleisten, muss der Digitaldruck in einen sorgfältig abgestimmten Beschichtungsaufbau eingebettet sein. Es braucht zum einen die Grundierung mit einem Primer, auf dem die Drucktinte perfekt haftet, und zum anderen eine Deckbeschichtung, um die Oberfläche vor den alltäglichen Beanspruchungen zu schützen. Besonders wichtig ist es dabei, dass Grundierung und Deckbeschichtung perfekt mit der jeweils verwendeten Druckertinte harmonieren müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Bei Adler beschäftigen wir uns schon seit vielen Jahren dieser innovativen Technologie und können unseren Kunden deshalb nicht nur bewährte Produkte, sondern auch viel Erfahrung und Know-how in Sachen Digitaldruck anbieten.

Welche Zukunft sehen Sie für den Digitaldruck?

In anderen Bereichen, etwa in der Textilbranche, ist der Digitaldruck längst Standard. Ich bin überzeugt, dass er sich auch im holzverarbeitenden Bereich als interessante Möglichkeit der Oberflächengestaltung etablieren wird – vom industriellen Hersteller, der mit einer eigenen Digitaldruck-Anlage arbeitet, bis zum kleinen Handwerksbetrieb, der sich einen starken Druck-Partner sucht, vom Möbel- bis zum Fenster- und Fußbodenhersteller. Und ich freue mich darauf, unsere Kunden bei ihrer Entdeckungsreise in die faszinierende Welt des Digitaldrucks mit Rat und Tat zu begleiten!

www.adler-lacke.com

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