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Great Data, Small Business

01.10.2015

Kann man Kunden wirklich kennen können?

Was in der aktuellen Tischler-TV-Werbung gut dargestellt wird, muss jeder Tischler auch für sich selbst und seine Strategie verinnerlichen: Tischlerkunden sind nicht nur Individualisten. Sie sind singuläre Wesen. Und das ist gerade für ihn und seine Position im Markt eine nahezu historische Chance. Denn er kann die Einzigartigkeit der Menschen immer noch feiner auflösen, sie besser abbilden und etwas ebenso Einzigartiges daraus machen. Und mit der Genauigkeit, mit der er seine (potenziellen) Kunden wahrnimmt, vergrößert er in der digitalen Welt seine eigene Attraktivität.

KUNDENERKENNTNISSE
Alle reden vom Individualismus. Der ist aber nicht mehr als eine Abweichung vom Durchschnitt, der zum Maß unserer „Moderne“ geworden ist. Der Tischler aber kann sich etwas viel Besseres schaffen und er ist geradezu prädestiniert dafür: Er kann sich Tag für Tag dichte und detaillierte Erkenntnisse über seine Kunden und die Wirkung seiner Produkte verschaffen.In vielen Betrieben wird der Umgang mit Kundendaten als notwendiges Übel (für die Buchhaltung) gesehen, das eigentlich „von der Arbeit abhält“. In Wahrheit ist aber das aktive Wahrnehmen, Dokumentieren, Analysieren und Verknüpfen von Daten aus den Kontakten zu einer der wichtigsten 
(Marketing)Aufgaben geworden. Es ist das (digitale) Schürfen in den Goldgruben künftiger Erfolge …

KontaktKapital statt ­ComputerKosten
Ein Tischler braucht keine Daten von Gott und der Welt … aber er  muss immer besser erkennen, warum, womit und bei wem er wie besonders erfolgreich ist. Das gibt Orientierung. Und dabei sind die viel zitierten Kleinigkeiten ganz besonders wichtig: Es geht um Achtsamkeit und Einfühlsamkeit im Kontakt mit den Menschen und um die Konsequenz, aus diesen Kontakten Erkenntnisse zu ziehen, sie zu speichern und in der Folge entsprechend zu handeln.

Kundendaten als ­„Betriebssystem“
Aus der Verknüpfung von Daten ergeben sich jene Faktoren, die den Markt­erfolg (in der Zukunft) ausmachen: relevante Informationen, die die Einzigartigkeit jedes Kunden immer besser und „höher auflösen“, ihn immer noch klarer erscheinen lassen und so dazu beitragen, ihn leichter, gezielter und persönlicher ansprechen zu können … bis er aus sich heraus zum überzeugten und überzeugenden Empfehler wird. Das ist der Weg zum „Marketing der Singularität“ und für eine Tischler-Qualität, die hervorragend in die Zukunft passt.

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

Original erschienen am 01.10.2015: Tischler Journal.
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