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11er-GF Thomas Schwarz (r.) und Geschäftsleiter Clemens Grabher.

Biogas aus Kartoffelresten

24.05.2018

Die Firma 11er aus Frastanz wurde für ihren Energiekreislauf mit dem Energy Globe ausgezeichnet.

 

Im Jahr 2017 wurde die Biogasanlage der Firma 11er in Frastanz, Vorarlberg, fertiggestellt. Und weil dies so etwas wie einen Meilenstein in Richtung Energie-Kreislaufwirtschaft und CO2-Neutralität bedeutet, wurde das Unternehmen mit dem Energy Globe Vorarlberg 2018 ausgezeichnet. Und so funktioniert’s: Die biogenen Abfälle in der Kartoffelverarbeitung werden in der neu errichteten Anlage zu Biomethan in Erdgasqualität umgewandelt und für den Transport der Rohkartoffeln aus den Lagern in Bayern nach Frastanz eingesetzt. Dadurch werden rund 5.500 Tonnen CO2 im Jahr eingespart. 
Mit dem aus Kartoffelabfällen erzeugten Biomethan könnten rund 2.600 Pkws mit durchschnittlicher Jahreskilometerleistung von 15.000 Kilometer ein Jahr lang fahren. Überschüssiges Biogas aus diesem Kreislauf wird in das Vorarlberger Erdgasnetz eingespeist.

„Die konsequente Umsetzung der Prozesskette bis hin zur Abdeckung des Transportes mit erneuerbarer Energie ist in Vorarlberg einzigartig, die Umsetzung ist beispielhaft ausgeführt“, begründet Josef Burtscher, Energieinstitut-Vorarlberg-Geschäftsführer und Vorsitzender der Jury, die Entscheidung. „Die Kartoffel fährt sich quasi selbst mit ihrer Energie zur Verarbeitung“, so 11er-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Das ist aber noch nicht alles: Derzeit finden Versuche statt, Gärreste aus dem Fermenter in Kompost umzuwandeln und als Bodenverbesserungsmittel im Kreislaufverfahren jenen Feldern zuzuführen, auf denen die Kartoffeln wachsen. 

Autor/in:
Alexander Grübling
Original erschienen am 24.05.2018: Nachhaltigkeit.
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