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v.l.n.r. Matthias Tschirf (BMWFW), Hans Kostwein (Geschäftsführender Gesellschafter Kostwein Holding), Alfred Wöllik (Kostwein Maschinenbau GmbH), Wolfgang Grach (Kostwein Maschinenbau GmbH), Konrad Scheiber (CEO Quality Austria).

Maschinenbauer als Qualitätsvorbild

17.06.2015

Der Kärntner Maschinenbauer Kostwein gewinnt den Staatspreis Unternehmensqualität 2015.

Aus dem Rennen um die begehrte Auszeichnung zum exzellentesten Unternehmen Österreichs ging heuer der Kärntner Maschinenbauer Kostwein als Sieger hervor. Am 16. Juni verlieh das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft den Preis gemeinsam mit der Quality Austria im Anschluss an die qualityaustria Winners‘ Conference „Excellence bewegt!“. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der Vorbildrolle des ausgezeichneten Traditionsbetriebs in Sachen Excellence.

Sektionschef Matthias Tschirf vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft unterstrich in seinen Worten zur Preisverleihung die Wichtigkeit des Staatspreises Unternehmensqualität für den Wirtschaftsstandort Österreich. „Jedes teilnehmende Unternehmen steht für Innovation. Das Wissen der Mitarbeiter, die ihre Ideen und Kreativität eingebracht haben, ist der wichtigste Kraftstoff für die österreichische Wirtschaft“, so Tschirf. „Bei der Förderung der Excellence in heimischen Unternehmen setzt die Quality Austria auf die langfristige Entwicklung eines Unternehmens, Leadership, die Bereitschaft und Fähigkeit zur Reflexion, exzellente Mitarbeiter und den Willen zur Investition in Unternehmensqualität“, erklärte Konrad Scheiber, CEO Quality Austria.

Herausragende Bewertungen für Kostwein

Als Sieger in der Kategorie „Großunternehmen“ zeichnet sich der Kärntner Maschinenbauer Kostwein laut Jury des Staatspreises Unternehmensqualität durch ein konstant hohes Niveau in allen neun Bewertungskriterien des EFQM Excellence Modells aus. Die eigentümergeführte Unternehmensgruppe mit Sitz in Klagenfurt habe die Excellence-Prinzipien des EFQM Modells sehr konsequent umgesetzt. Mit der Veranstaltungsreihe des World Class Manufacturing Circle (WCM Circle) setze Kostwein seit Jahren weithin sichtbare Anreize für heimische Produktionsunternehmen, Excellence und Unternehmensqualität proaktiv als Wert aufzugreifen. Der Staatspreisträger 2015 habe eine konsequente Außenorientierung und einen kontinuierlichen Fokus auf Innovation, so die Jury in ihrer Begründung. „Die klare Kundenorientierung wird durch ausgeprägte Wertschätzung und offene Kommunikation gefördert. Dies unterstützt die starke Identifikation der Mitarbeiter mit Kostwein und mit ihrer Aufgabenstellung. Mitarbeiter und ihre Kompetenzen werden als zentrale Stärke des Unternehmens respektiert, auf Chancengleichheit und Teamorientierung wird aktiv geachtet“, zitierte Jury-Mitglied und Quality Austria Vorstand Franz-Peter Walder aus der Urteilsbegründung der Jury des Staatspreises Unternehmensqualität.

Ausgezeichneter Mittelstand

Neben dem diesjährigen Staatspreisträger Kostwein sprach die Jury der FH Campus Wien als Non-Profit-Organisation, der PR-Agentur ikp Wien als Kleinunternehmen und dem Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI Kärnten als mittleres Unternehmen Kategoriesiege zu. Die FH Campus Wien, mittlerweile eine der größten Fachhochschulen Österreichs, holte den Sieg in der Kategorie Non-Profit-Organisationen. Die Jury begründete ihre Entscheidung neben den Argumenten für gesamthafte Gestaltung mit der „berufsfeldorientierten Lehre“. Absolventen würden auf den Beruf bestmöglich vorbereitet – dies schlage sich in konstant hoher Kundenzufriedenheit, sehr guten Beschäftigungsquoten bei den Absolventen und in einer beeindruckenden Steigerung der Studierendenzahlen nieder. Zudem lege die FH Campus Wien großen Wert auf Gleichstellung und Diversity.

Allen Preisträgern des Staatspreises Unternehmensqualität 2015 ist laut Jury gemeinsam: Sie bieten ein äußerst ausgewogenes Stärkenprofil mit durchgängig sehr guten Bewertungen. Der erste Jurypreis ging an das oberösterreichische Traditionsunternehmen technosert electronic für den „klaren strategischen Fokus“ und „exzellente Schlüsselergebnisse“. Pollmann Austria, ein als Zulieferer für die Kfz-Industrie bekannter Hersteller von Metall- und Kunststoff-Verbundkomponenten und eines der Leitunternehmen des niederösterreichischen Waldviertels, überzeugte die Jury mit „partnerschaftlicher Führung und engagierten Mitarbeitern“ und erhält ebenfalls hierfür einen Jurypreis. 

Von den Besten lernen: Am 14. und 15. Oktober 2015 treffen sich führende heimische Wirtschaftskapitäne im Tagungszentrum Schönbrunn, um im Rahmen des Weltmarktführerkongresses ihr Wissen auszutauschen.

Autor/in:
Redaktion Metall
Original erschienen am 17.06.2015: Metall.
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