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Die FACC-Lehrlinge des Abschlussjahrganges planten und fertigten eine Bar aus Carbon, die anlässlich der Weihnachtsfeier verlost wurde. Der Erlös der verkauften Lose wurde vom Unternehmen verdoppelt und an das Kinderschutzzentrum Innviertel gespendet.

Karitative FACC-Lehrlinge

12.01.2016

Verlosung des Jahrgangsprojekts — einer Bar aus Carbon — bringt 4.500 Euro für das Kinderschutzzentrum Innviertel.

Die Lehrlinge des oberösterreichischen Luftfahrtzulieferers FACC verbinden Jahr für Jahr ihre Abschlussprojekte mit karitativen Aktionen. Im Vorjahr bauten sie einen Airhockey-Tisch, der dem Pro Juventute Haus in Mettmach gespendet wurde. In diesem Jahr ließen sich die Lehrlinge des Einstandsjahrgangs 2012 ebenfalls etwas ganz Besonderes einfallen. Sie konstruierten und fertigten eine Bar aus Carbon und Metall, die unter den Käufern von Losen zur Weihnachtsfeier verlost wurde.

Der Erlös wurde an das Kinderschutzzentrum Innviertel gespendet. „Insgesamt konnten wir damit 4.500 Euro für hilfsbedürftige Kinder sammeln. Im Namen des gesamten Projektteams danke ich unseren Vorständen für die Aufstockung der Spende und allen Loskäufern für ihre Teilnahme“, sagt Teammitglied Reinhard Schaumburger. Anfang Jänner 2016 übergaben die Lehrlinge den Spendenscheck an Alexandra Furtner-Probst von der Geschäftsleitung des Kinderschutzzentrums Innviertel.

Das Projekt

Gestartet wurde das kreative Projekt im September 2014 mit einem Brainstorming der Lehrlinge, aus dem die Carbon-Bar als bevorzugtes Projekt hervorging. Das Team entschied sich, die Bar innerhalb der FACC-Crew zu verlosen und den Erlös an das Kinderschutzzentrum Innviertel zu spenden. Erste Fertigungsarbeiten an den Bauteilen erledigten die Kunststofftechniker im März. Sie stellten die Laminat- und Sandwichplatten aus Carbon sowie den Metall-Unterbau her. Der Zerspanungstechniker des Lehrlingsteams kümmerte sich um die Dreh- und Frästeile und die Implementierung eines speziellen Fräsprogramms. Die Punkte Elektronik und Beleuchtung fielen in den Aufgabenbereich des angehenden IT-Informatikers. Im August wurden die Einzelteile dann von allen Lehrlingen gemeinsam zusammengesetzt. Nach diesem Assembling wurde das Projekt mit seinen 1.300 Arbeitsstunden und Materialkosten von rund 2.000 Euro im September 2015 abgeschlossen.

Stolze Ausbilder

Ausbilder Otmar Schneebauer zieht dabei eine sehr positive Bilanz: „Das war wirklich eine starke Leistung unseres Future Teams. Ähnlich wie bei allen vorherigen Jahrgangsprojekten gab es auch bei diesem viele Herausforderungen. Es läuft einfach nicht immer alles rund, doch aus Fehlern lernen speziell die Lehrlinge am meisten. Sie informieren sich darüber, wie etwas funktionieren kann, oder eben nicht.“ Auch Lehrlingsausbilder Helmut Winkler freute sich über das gelungene Werk: „Unsere Lehrlinge stellten ihre fachliche Kompetenz eindrucksvoll unter Beweis. Gleichzeitig trug das Projekt zur Förderung von Schlüsselqualifikationen und Resilienzfaktoren bei, was für die jungen Profis speziell in Hinblick auf die Lehrabschlussprüfung von großer Bedeutung ist.“ Aktuell nimmt das Unternehmen wieder Lehrlinge in den Bereichen Konstruktion sowie Kunststoff- und Zerspanungstechnik auf.

Autor/in:
Redaktion Metall
Original erschienen am 12.01.2016: Metall.
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