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In Deutschland und den Nachbarländern arbeiten bereits über 1.000 Werkstätten mit einer „mega macs“-CSC-Tool-Kombination. Zwei ­Radar-Kits ergänzen ab November den CSC-Systembaukasten und decken rund 95 % aller in Europa gängigen Marken ab.

Ein Tool für alle Fälle

12.10.2015

Auf der IAA in Frankfurt wurde deutlich, dass Fahrerassistenzsysteme (FAS) immer mehr an Bedeutung gewinnen. Kamera- und Radarsensoren für die FAS nehmen rasant zu. Das CSC-Tool von Hella Gutmann bietet die notwendigen Module.

Die Akzeptanz der Autofahrer für Fahrerassistenzsysteme (FAS) ist hoch, und die Zahl der Fahrzeugmodelle mit weitreichenden Kamera- und Radarsystemen wächst rapide. Deshalb hat 
Hella Gutmann den seit 2013 bewährten CSC-Systembaukasten (CSC = Camera and Sensor Calibration) aktuell um neun neue Module erweitert. In Verbindung mit einem Diagnosegerät der aktuellen „mega macs“-Reihe bildet das CSC-Tool somit für markenübergreifend arbeitende Werkstätten eine einzigartig universelle Möglichkeit zur Kalibrierung/Justierung der Hightech-Sensoren von FAS –und das alles ohne einen speziellen Achsvermessungsplatz. Dank der neuen Module erlaubt der CSC-Systembaukasten die fachgerechte statische Kalibrierung von Kameras in Audi, Mercedes, Seat, Škoda, VW sowie in Kürze Honda, Hyundai, Kia, Mazda, Nissan, Renault und Toyota/Lexus. Bei der dynamischen Kalibrierung von FAS-Kameras in BMW, Ford, Mitsubishi und Volvo übernimmt das mega macs die wichtige Führung durch die definierten Abläufe sowie die Initiierung der Kalibrierung. Außerdem stehen ab November das Basis-Modul und ein Adapter-Kit für die Justierung der derzeit gängigen Radar-Systeme zur Verfügung.

Prinzip der Scheinwerfereinstellung
Wie alle Sensoren, deren Messungen in mehreren Hundert Metern Abstand erfolgen, müssen Radarköpfe exakt zur geometrischen Fahrachse (Hinterachse) des Fahrzeugs ausgerichtet werden. Doch im Unterschied zur starren Fixierung einer Kamera mittels Clip an der Frontscheibe, lässt sich ein Radarsensor in seiner x- und y-Achse justieren und somit sein Messfeld einstellen. Dies erfolgt nach dem bekannten Prinzip der Scheinwerfereinstellung über zwei Schrauben. Unterschiede gibt es allerdings bauartbedingt beim Vorgehen zur Ermittlung des Radar-Messfeldes. Das Radar-Basis-Modul des CSC-Tools besteht aus einem Laseraufsatz mit Skalierung, der auf einer zugehörigen Winkelverstellplatte einfach auf dem Grundträger des CSC-Tools fixiert wird. Mit dieser Ausstattung lassen sich alle Radarsensoren einstellen, deren Messfeld über das eigene Signal ermittelt wird (z. B. Audi, VW, Seat, Škoda und BMW), sowie die Radarköpfe, die herstellerseitig über einen kleinen Messspiegel verfügen (z. B. VW). Für weitere Radarköpfe ohne Messspiegel (z. B. Mercedes) gibt es das Radar-Adapter-Kit. Wie auch bei der Kamera-Kalibrierung wird der Bediener vom eingesetzten Diagnosegerät der „mega macs“-Reihe sicher durch die fahrzeugspezifischen Arbeitsschritte geführt. Die offizielle Dokumentation mit Datum und Uhrzeit schließt die erfolgreiche Kamera-Kalibrierung und Radar-Justierung ab. (red)

 

Autor/in:
Redaktion KFZ Wirtschaft
Original erschienen am 12.10.2015: KFZ Wirtschaft.
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