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Energie-Team bei Würth: Dieter Bruch (IT), Alfred Anzenberger (FM), Bernd Kubinger (Qualitätsmanagement), Heinz Wagner (Fuhrpark)

Den Energieschatz heben

14.06.2016

In vielen Werkstätten und Autohäusern verpufft teure Energie ungenutzt durch unerkannte Lecks. Nachhaltig orientierte Unternehmen lassen sich daher beraten, wie sie solche Löcher stopfen und die Effizienz ihres Betriebs steigern können.

 Stolze 9.000 Euro gespart – das macht sich gut in der Jahresbilanz des Autohauses Narowetz in Brunn am Gebirge in Niederösterreich. Unterstützt vom Wiener Beratungsunternehmen „Denkstatt“ im Rahmen der Klimaschutzinitiative „klimaaktiv“ setzten die Geschäftsführer Erwin Bäuchl und Andreas Neumann gemeinsam mit ihrem Team verschiedene Maßnahmen, um die laufenden Betriebskosten nachhaltig zu senken. So wurden die alten Lampen in der Werkstatt, im Schauraum und in den Büros gegen moderne LED-Leuchtmittel und Leuchten ausgetauscht. Damit konnte eine Kosteneinsparung von mehr als 60 Prozent erreicht werden. Zudem wurde das Heizungssystem optimiert: In den Hallen regulieren nun neue Thermostate die Heizlüfter und ermöglichen eine Zonenregelung. Energieeinsparung pro Jahr: rund 75.000 kWh. Amortisationszeit: 4,5 Jahre.

Positive Energiebilanz bei Würth 

Mit energiesparenden Maßnahmen konnte auch Würth Österreich, Spezialist im Handel mit Befestigungs- und Montagematerial, seinen Energieverbrauch innerhalb eines Jahres um 6,5 Prozent reduzieren. Als besonders energiewirksam erwiesen sich dabei die Modernisierung der Heizungsanlage im Kundenzentrum Innsbruck sowie der Umstieg auf Fernwärme in Wien-Inzersdorf. An beiden Standorten konnte der Heizenergieverbrauch seit 2014 um rund 25 Prozent reduziert werden. In der Unternehmenszentrale in Böheimkirchen wurde die Heiz- und Klimaanlage ebenfalls erneuert, gleichzeitig wurden die Abdichtungen von Druckluftleitungen optimiert. Geschäftsführer Alfred Wurmbrand: „Würth Österreich benötigt derzeit für den Betrieb der Zentrale, der 43 Kundenzentren, der Logistik und des Fuhrparks rund 20,6 gWh Energie pro Jahr. Bis 2020 wollen wir diesen Wert um 10 Prozent im Vergleich zu 2014 reduzieren.“

Schonende Entsorgung 

„Vorsicht vor unseriösen Entsorgungsunternehmen, die nicht über die notwendigen Beförderungsbefugnisse verfügen“, warnt Alexander Granzin, Projektmanager bei Partslife, dem Umweltmanagement-System der freien Kfz-Teilebranche. So riskieren Werkstätten, die Altreifen nicht ordnungsgemäß entsorgen lassen, ein Bußgeld von bis zu 50.000,- Euro. Partslife arbeitet ausschließlich mit Entsorgungsfachbetrieben zusammen, die über die notwendigen Berechtigungen für Transport und Verwertung der Abfälle verfügen. Über die Online-Bestellplattform Partslife Order Online (POOL) kann die Abfallentsorgung einfach und schnell beauftragt werden. Partslife koordiniert bereits bei über 10.000 Werkstätten die Abholung und Entsorgung der Werkstattabfälle.
 

Autor/in:
Peter Seipel
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