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Produzenten, Vermarkter & Tierschützer für Kennzeichnung verarbeiteter Eier

23.08.2017

Wegen dem Fibronil-Skandal fordern nicht nur vier Pfoten eine umfassende Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten. Auch die Landwirtschaftskammer, ZAG sowie Freilandeier-Vermarkter „Die Eiermacher“, setzten sich jetzt dafür ein. 

"Dass der Konsum ausländischer Eier nicht immer unbedenklich ist, zeigt der aktuelle Fipronil-Skandal mehr als deutlich", meinte Michael Wurzer, Geschäftsführer Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG). Dass Verbraucher sehr häufig importierte Eier konsumieren ohne es eigentlich zu wissen, kritisieren auch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten, Vermarkter „Die Eiermacher“ und die Landwirtschaftskammer.

Vorreiterrolle von Österreich

Deswegen wollen sie sich für eine umfassende Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten, wie Nudeln oder Keksen einsetzen. Denn mit dem unbewussten Konsum ausländischer Eier, lässt man sich auch ungewollt auf geringere Standards bei Tierhaltung und Konsumentenschutz ein. Sowohl in der Gastronomie als auch bei Verarbeitungsprodukten ist es Kunden kaum möglich Herkunft oder Haltungsform zu erkennen. Zuletzt hatten sich Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) für eine verpflichtende Information über die Herkunft verarbeiteter Produkte ausgesprochen - allerdings auf EU-Ebene. Auch die Grünen Kärnten fordern eine EU-weite Herkunftskennzeichnung für landwirtschaftliche Zutaten in verarbeiteten Produkten verpflichtende Produktkennzeichnungen und den Beschluss eines Gütesiegelgesetzes, nachdem wieder drei positive Proben im dortigen Großhandel aufgetaucht sind. Österreich soll die Vorreiterrolle übernehmen und „umgehend ein Beispiel setzen“, so die Landwirtschaftskammer.

 

 

Original erschienen am 23.08.2017: Handelszeitung.
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