Kauflaune der Österreicher gewachsen | Die Wirtschaft Direkt zum Inhalt
Auch wenn die Österreicher den Arbeitsmarkt nicht mehr so optimistisch sehen, ist die Kauflaune gestiegen

Kauflaune der Österreicher gewachsen

12.09.2016

Der Verbrauchervertrauensindex von Nielsen für das zweite Quartal zeigt, dass für 42 Prozent der Österreicher die nächsten zwölf Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben ist. Somit hat sich die Kauflaune in Österreich gegenüber dem ersten Quartal verbessert. Um einzusparen, greifen die österreichischen Verbraucher vorrangig zu günstigeren Lebensmitteln.

In  Dänemark leben die optimistischsten Konsumenten Europas. In der aktuellen Nielsen-Erhebung führt Dänemark mit 112 Indexpunkten weiterhin die Europa-Rangliste mit deutlichem Vorsprung an. Den zweiten Platz teilen sich Großbritannien, Tschechien und die Türkei mit jeweils 98 Punkten. Auf dem dritten Platz folgen Deutschland und Irland mit jeweils 96 Punkten. Österreich liegt mit 83 Punkten im Mittelfeld der Europäer. Das sind um elf Indexpunkte weniger als vor fünf Jahren (Q2 2011: 94 Punkte).

Arbeitsmarkt-Optimismus stark gesunken

Auch der Arbeitsmarkt-Optimismus der Österreicher ist verhalten. Nur 24 Prozent der Österreicher schätzen im zweiten Quartal die inländische Arbeitsmarktsituation als gut oder sehr gut ein. Das sind noch einmal drei Prozentpunkte weniger als im ersten Quartal 2016. Besonders dramatisch ist die 5-Jahres-Sicht: Im zweiten Quartal 2011 waren noch 56 Prozent optimistisch über den Arbeitsmarkt in Österreich, fünf Jahre später sieht die Sache mit  nur 24 Prozent ganz anders aus. Der Wert liegt sogar drei Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt (27%).

Kauflaune hat dennoch zugelegt

Trotzdem ist die Kauflaune in Österreicher im zweiten Quartal etwas gestiegen. 42 Prozent der Öster-reicher sind der Meinung, dass die nächsten Monaten eine gute Zeit zum Geldausgeben ist, was einer Steigerung um drei Prozentpunkte zum Vorquartal entspricht (Q1 2016: 39%, Q2 2016: 42%). Im Fünf-Jahres-Vergleich zeigt sich der Positivtrend noch deutlich: Obwohl der Arbeitsmarkt positiver eingestuft wurde, lag die  Kauflaune der Österreicher 2011 nur bei 35 Prozent. Deutlich gestiegen ist der Wert seit dem dritten Quartal 2015.

Die Hälfte der Österreicher bewertet ihre persönliche finanzielle Situation noch immer als gut bis sehr gut.  Gegenüber dem Vorquartal sind es aber um vier Prozentpunkte weniger (Q1 2016: 56%; Q2 2016: 52%). „Die Österreicher sind beim Thema Geld ausgeben aktuell mehrheitlich zuversichtlich gestimmt“, fasst Judith Kuiper, Geschäftsführerin Nielsen Österreich, zusammen.

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Einsparungen durch günstigere Lebensmittel

 

Original erschienen am 12.09.2016: Handelszeitung.
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