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Stellvertretend für das Familienunternehmen Radatz Fleischwaren-VertriebsgesmbH wurde Franz Radatz (Mitte) der "Handelshermes 2015" – die höchste Auszeichnung des Wiener Handels – von Spartenobmann Rainer Trefelik (li.) und Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck verliehen.

Handelstag 2015: „An sozialen Medien kommt keiner vorbei!“

29.10.2015

Der Handelstag der Sparte Handel am 28. Oktober 2015 im Redoutensaal der Wiener Hofburg stand im Zeichen der Veränderungen von Marketingstrategien durch Social Media, inklusive Vortrag des ZiB2 Anchor-Man Armin Wolf zum Thema: „Facebook, Twitter & Co: Was bringt Social Media dem Wiener Handel?“ Das Wiener Familienunternehmen Radatz erhielt den „Handelshermes 2015“.

„Social-Media-Plattformen eröffnen ganz neue Möglichkeiten für Handelsunternehmen. Deshalb starten wir 2016 eine umfassende Online-Offensive für Wiener Handelsunternehmen“, erklärte Spartenobmann Rainer Trefelik in seinen Begrüßungsworten. WKW-Präsident Walter Ruck meinte: „Der Handel braucht rasch positive Impulse, um wieder frühere Wachstumsraten zu erreichen. Dazu zählen etwa weniger Bürokratie, die Abschaffung von Bagatellsteuern oder endlich die Einführung von Tourismuszonen“. In medias res ging es dann mit Armin Wolfs Vortrag zur Nutzung von Social Media durch Unternehmen. Wolf erläuterte, dass „die Menschen heute weniger miteinander reden als früher“. Der Grund: Der Medienkonsum ist durch die digitale Revolution der letzten zwei Jahrzehnte ein anderer geworden. Wir leben heute in der Welt der „Digital Natives“, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind und jedes neue Gerät sofort anstecken und verwenden. Die „Digital Immigrants“ - also die älteren Semester - tun sich da schwerer. Wolf vergleicht diesen Umstand mit dem Erlernen einer Fremdsprache: Wer mit der Sprache aufgewachsen ist, tut sich viel leichter als jemand, der sie erst später mühsam erlernen muss.

Social Media funktioniert wie jede Unterhaltung

Besonders populär in sozialen Medien ist, was unterhaltsam ist, was nützlich ist und was empfohlen wird. Bei den Empfehlungen beweist die Untersuchung „Trust in Advertising“, wie wichtig Empfehlungsmarketing in der Wirtschaft ist: Empfehlungen von Bekannten und online gepostete Bewertungen von anderen Konsumenten sind jene Werbekanäle, denen die meisten Konsumenten in Europa vertrauen. Wolfs Hauptaussage dazu: Social Media funktioniert wie jede Unterhaltung. Um  diese Kanäle richtig anzuwenden, müssen Unternehmen etwas zu erzählen haben („Wenn Sie es nicht haben, lassen Sie es!“), zuhören und antworten („und auch jedes Schreiben beantworten, denn soziale Medien sind interaktiv“), sich Zeit nehmen (Wolf selbst ist täglich mindestens zwei Stunden auf Twitter und Facebook unterwegs). Sein Tipp: Wer neu in den Bereich soziale Netze einsteigen will, soll sich auch Social Media Guidelines bedienen, z. B. die der Wirtschaftskammer Österreich. Sein abschließendes Resümee: Welches soziale Netzwerk wird in fünf Jahren bleiben? „Das kann man nicht sagen“, meinte Wolf und fügte aber hinzu: „Aber es wird soziale Netzwerke geben, denn sie erfüllen im Digitalzeitalter ein grundlegendes menschliches Bedürfnis: Sie sind der moderne Marktplatz.“

Radatz – Synonym für feine Würste aus Wien

Wie immer wurde am Handelstag auch der „Handelshermes“, für Persönlichkeiten, die besonderes Verdienste um den Wiener Handel erworben haben, vergeben. Der „Handelshermes 2015“ ging in der Person von Radatz-Geschäftsführer Franz Radatz an das Familienunternehmen Radatz Flreischwaren-VertriebsgesmbH. „Die Familie Radatz hat den Wirtschaftsstandort Wien nicht nur nachhaltig geprägt, sondern ist mit ihren Spezialitäten ein Identifikationsmerkmal dieser Stadt“, erklärte WKW-Präsident Ruck in seiner Laudatio. Hinter der erfolgreichen Geschichte des Namens Radatz steht vor allem die Persönlichkeit des Firmengründers, Franz Radatz. 1962 eröffnete er mit seiner Frau Elisabeth sein erstes eigenes Geschäft in der Karolinengasse „auf der Wieden“, im 4. Bezirk. Dort begann die Geschichte der Marke, die ein Synonym für feine Würste aus Wien werden sollte. Heute beliefern Radatz und Stastnik neben den eigenen 23 Radatz-Filialen und 10 Radatz-Märkten österreichweit die wichtigsten Handelsketten. Innovation und Tradition prägen auch weiterhin den Stil eines Unternehmens, das größten Wert auf die Ausbildung von Lehrlingen in den Filialen und die profunde Weiterbildung seiner Mitarbeiter legt.

Original erschienen am 29.10.2015: Handelszeitung.
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