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Digitalkompetenz der Mitarbeiter als wichtiges Ziel im Einzelhandel

25.10.2019

Was sind die wichtigsten Ziele des Einzelhandels bei der Digitalisierung der Ladengeschäfte? Welche Digitalisierungsmaßnahmen werden am häufigsten durchgeführt und welche IT-Lösungen haben sich dabei als besonders hilfreich erwiesen? Diese und andere Fragen stellte Apple-Gerätemanagement-Experte Jamf 700 IT-Entscheidern aus dem Einzelhandel im Rahmen einer internationalen Studie in Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan, Frankreich und Australien.

Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) möchte ihr Personal fit für die digitale Zukunft machen, zum Beispiel durch Schulungen zu neuen Technologien. Besonders die deutschen Studienteilnehmer legen sehr großen Wert auf die Digitalkompetenz der Mitarbeiter und nannten diesen Punkt im Vergleich am häufigsten. Wichtige Investitionen in die IT, wie etwa die Aufstockung von IT-Teams, landen als Ziel auf Platz 2 (45 Prozent). Die Implementierung oder Verbesserung einer Omni-Channel Strategie wird an dritter Stelle (41 Prozent) genannt.

Einzelhandel digitalisiert auf breiter Ebene

Dass sich der Einzelhandel für das digitale Zeitalter wappnet, um das Einkaufserlebnis mit digitalen Services zu verbessern, belegt die Studie von Jamf eindrucksvoll: 99,7 Prozent der befragten IT-Entscheider führen aktuell in ihren Ladengeschäften Digitalisierungsmaßnahmen durch oder planen solche. Die fünf meistgenannten Maßnahmen sind:

  1. Das digitale und visuelle Kundenerlebnis verbessern (59 Prozent)
  2. Alle Technologie- und IT-Systeme einheitlich ausrichten (53 Prozent)
  3. Lieferservices und Rückgabeprozess verbessern (49 Prozent)
  4. Digitale Konsistenz: Alle Geschäfte mit den gleichen Gerätetypen ausstatten (45 Prozent)
  5. Arbeiten und Prozesse im Backend verbessern (43 Prozent) 

Die Studienteilnehmer wurden zudem gefragt, welche laut ihrer Einschätzung die größten Treiber für die Digitalisierung im Einzelhandel sind. Hier wurde „gesteigerte Effizienz und Produktivität“ am häufigsten genannt (54 Prozent). Als zweitgrößter Motivator gilt die Steigerung des Umsatzes (48 Prozent). Auf Platz drei wurden in gleicher Häufigkeit „Verbesserung des Kundenerlebnisses“ und „Schnellere und reibungslosere Verkaufsabwicklung“ genannt (jeweils 47 Prozent).

Vorteile von Mobile Device Management

Auch wenn es um die effiziente Verwaltung von Mobilgeräten geht, gilt im Einzelhandel „digital first“: Neun von zehn Befragten (91 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass ihre Ladengeschäfte von einer Mobile Device Management (MDM)-Lösung profitieren würden. Der am häufigsten genannte Vorteil von MDM-Lösungen ist die Fähigkeit, die Geräte für bestimmte Anwendungsfälle, zum Beispiel für den Point of Sale, zu konfigurieren (45 Prozent). An zweiter Stelle wurde genannt, dass sich durch MDM-Lösungen die Benutzerfreundlichkeit mobiler Geräte für Kunden und Mitarbeiter erhöht (44 Prozent). Die Möglichkeit, Mitarbeitergeräte zu personalisieren, wird als dritthäufigster Vorteil geschätzt (42 Prozent).
Wie in vielen IT-Bereichen geht auch beim Gerätemanagement der Trend eindeutig hin zur Konsolidierung: Aktuell nutzen 48 Prozent der Befragten mehr als eine MDM-Lösung. 89 Prozent von ihnen geben an, dass sie künftig gerne mit nur einer einzigen Lösung arbeiten würden.

Blick in die digitale Zukunft

Auf die Frage, wie sie sich ihre Ladengeschäfte in drei bis fünf Jahren vorstellen, prognostizieren insbesondere die deutschen Studienteilnehmer ein schnelleres und nahtloses Bezahlverfahren sowie mehr Interaktionen mit kundeneigenen Mobilgeräten. Unter der Gesamtheit der Befragten herrscht Konsens darüber, dass Technologien künftig nahtloser genutzt werden können. Eine gute Nachricht gibt es ferner für Angestellte im Einzelhandel: Den Trend „Mehr Technologie, weniger Personal“ sehen die Studienteilnehmer in Zukunft am wenigsten verwirklicht.

Der Studienreport steht hier zum Download bereit.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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Präsentierten die Ergebnisse der Studie, v.l.n.r.:  Michael Miess (IHS), Werner Raza (Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung), Gertraud Grabmann (Obfrau Bio Austria), Alexander Egit (Geschäftsführer Greenpeace Zentral- und Osteuropa) und Gerhard Drexel (Vorstandsvorsitzender Spar AG)
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