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Greenpeace hat das Bio-Angebot der größten heimischen Supermärkte unter die Lupe genommen

Bestnoten für das heimische Bio-Angebot

18.01.2016

Der Greenpeace-Marktcheck hat das Sortiment von Österreichs größten Supermärkten auf ihr Bio-Angebot untersucht. Das Ergebnis ist mehr als erfreulich, denn die schlechteste Note war ein „Gut“.

Nach Vorbild des statistischen Warenkorbs wurden für den Greenpeace-Marktcheck 40 Produktkategorien definiert – von unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten über Milchprodukte und Brot bis hin zu Tee, Kaffee und beispielsweise Schokolade. Abgefragt wurde beim „Bio-Warenkorb“, inwieweit diese Produkte in Bio-Qualität verfügbar sind, die Herkunft der Waren, die Transparenz bei der Kennzeichnung sowie Sozialstandards bei Produkten aus dem Globalen Süden. Überprüft wurde nur das Standardsortiment, Wochenangebote, wie sie beispielsweise Hofer und Lidl regelmäßig anbieten, wurden nicht berücksichtigt.

Ausgezeichnetes Ergebnis

„Zum ersten Mal konnten wir die Höchstnote ‚Ausgezeichnet‘ bei dem Greenpeace-Marktcheck vergeben – und das gleich an vier der insgesamt acht teilnehmenden Supermarktketten. Ein ‚Gut‘ war die schlechteste Note beim Bio-Warenkorb“, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin von Greenpeace Österreich. An der Spitze liegen ex aequo Merkur und Billa, ganz knapp gefolgt von Spar. Auf den letzten Plätzen – aber immer noch mit einem guten Angebot – landen Lidl und Penny.

Starker Trend zu Regionalität

Bei Billa und Merkur waren 38 der 40 abgefragten Produkte in mehr als 80 Prozent der Filialen in Bio-Qualität verfügbar. Bei Penny als gutem Schlusslicht waren es immerhin noch 21 Produkte. „Innerhalb des Warenkorbs definierten wir 30 Produkte, bei denen die Rohstoffe möglichst aus Österreich stammen sollten. Aus den Ergebnissen ist ein Trend zur Regionalität herauszulesen: Bei allen Märkten war der überwiegende Großteil der Produkte auch wirklich aus Österreich“, erklärt Kaller. Ähnlich verhält es sich bei den Sozialstandards: Mit Ausnahme von Hofer trugen überall mindestens drei Viertel der Produkte bzw. deren Rohstoffe aus dem Globalen Süden ein Fairtrade-Siegel.

Größeres Angebot nötig

Bei Bio-Produkten kommen garantiert keine Gentechnik und keine chemisch-synthetischen Pestizide zum Einsatz. „Schön, dass die Konsumenten in ganz Österreich die Möglichkeit haben, überall zu Bio zu greifen – auch bei den Diskontern. Wie der Greenpeace-Marktcheck aber zeigt, muss das Bio-Angebot in den konventionellen Supermärkten noch weiter vergrößert werden“, so Kaller abschließend. Ausschließlich biologisch erzeugte Lebensmittel finden sich nur in Bio-Märkten bzw. bei Bio-Hauszustellern.

Original erschienen am 18.01.2016: Handelszeitung.
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