Umfrage: Wie nachhaltig ist Ihr Betrieb? | Die Wirtschaft Direkt zum Inhalt
v.li.oben nach re. unten: Axel Pfefferkorn (Hotel Aurelio, Lech); Andreas Berger (GF Verkehrsbüro Hotellerie GmbH); Herta Walits-Gutmann (Gasthaus Deutsch Tschantschendorf); Paul Haselböck (Wirtshausbrauerei Haselböck, Münichreith).

Umfrage: Wie nachhaltig ist Ihr Betrieb?

10.11.2016

Unsere Umfrage der Woche lautet: Wie nachhaltig ist Ihr Betrieb? Vier Hoteliers und Gastronomen haben geantwortet

Axel Pfefferkorn, Hotel Aurelio, Lech am Arlberg

„Wir heizen mit Fernwärme, haben ein Hybridauto und gute Isolierung. In unserem Hotel ist auch eine Wärmerückgewinnung eingebaut. In naher Zukunft peilen wir einen Niedrigenergie-Status an. Momentan wird die Beleuchtung auf LED umgestellt, das verringert auch den Stromverbrauch. Wir versuchen, Müll zu vermeiden, z. B. durch Mehrwegflaschen. Mitarbeiter motivieren wir mit Weiterbildungen und guten Aufstiegschancen.“ 
 

Andreas Berger, Geschäftsführer, Verkehrsbüro Hotellerie GmbH

„Ein konkretes Beispiel ist die Nachrüstung der Wasserhähne in allen Austria Trend Hotels. Dafür wurden Strahlregler eingebaut, mit denen 
20 % Wasser gespart werden kann. Weiter wurden 3-Liter-Duschköpfe eingebaut. Durch das Beimischen von Luft sinkt die Durchflussmenge des Wassers. Dabei bleibt der angenehme Duschkomfort erhalten. Bei Hotelsanierungen und Neubau werden wassereinsparende Spülsysteme für die Toiletten eingebaut.“
 

Herta Walits-Guttmann, Gasthaus in Deutsch Tschantschendorf

„Unser Gasthaus wird mit Fernwärme aus der örtlichen Hackschnitzelanlage beheizt. Wir versuchen, Regionalität aufrechtzuerhalten mit Produkten von Bauern vor Ort. Den Müll halten wir gering. So werden bei uns nur Mehrwegflaschen aus Glas verwendet. Die Mitarbeiter bleiben sehr lange bei uns, einige schon seit meiner Übernahme 1992. Wir bieten auch Essen auf Rädern an und beliefern Kindergärten in einem Radius von 20 Kilometern.“
 

Paul Haselböck, Wirtshausbrauerei, Haselböck, Münichreith

„Wo möglich, versuchen wir – im Gasthaus und der Brauerei – den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten. Energieeffizienz ist für unseren Betrieb sehr wichtig. Geheizt wird mit einer Pelletsheizung. Wir verwenden vorwiegend regionale Produkte. Biologische Ware hätte ich zwar gern, aber für die Bierherstellung ist das mit deutlich höheren Mehrkosten verbunden. Unsere Mitarbeiter bleiben sehr lange bei uns. Wir bieten Fortbildungen an.“ 

Original erschienen am 10.11.2016: Gast.
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