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TIM bringt Digitalisierung auf die Landkarte

04.03.2020

Warum Digitalisierungs-Projekte im Tourismus gemeinsam besser gelingen und wie die Tourism Innovation Map Austria diese so hilfreiche Kooperation fördert, erklärt Reinhard Lanner, Chief Digital Officer der Österreich Werbung

Reinhard Lanner ist als Chief Digital Officer der ­Österreich Werbung ­zuständig für Digitalisierungsagenden sowie das ­Innolab NETA.

Wenn es um Innovationsfreude im Bereich Digitalisierung geht, ist Österreichs Tourismusbranche im internationalen Vergleich ganz vorne dabei. Oft kommen die Ideen aus den eigenen Reihen, manchmal auch von technologischen Partnern oder der Agenturszene. 
LTOs, TVBs, Betriebe, Start-ups: In zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Jahren wurde mir schnell bewusst, dass zur selben Zeit ähnliche Projekte in unterschiedlichen Regionen Österreichs gestartet wurden. Was irgendwo logisch ist, stehen doch alle Player im Tourismus vor ähnlichen Fragen: Welches CMS sollten wir verwenden? Wo gibt es sinnvolle Lösungen für eine Bilddatenbank? Wie kann man Marketingaktionen übersichtlich in einem Dashboard darstellen? Irgendwann entstand daraus gemeinsam mit Vertretern aus den Landestourismusorganisationen und Destinationen die Idee einer „Digitalisierungslandkarte für den Tourismus“. 
TIM – die „Tourism Innovation Map Austria“ – ist die erste Ausbaustufe so einer Landkarte. TIM macht digitale Innovationsprojekte im österreichischen Tourismus sichtbar – und wo sich wegen ähnlicher Problemstellungen eine Zusammenarbeit anbietet. Mein dringender Appell: Nutzen Sie diese Möglichkeit zur Zusammenarbeit! Nur gemeinsam kann der kleinteilige heimische Tourismus den globalen Internetriesen Paroli bieten. Und nur in der Vernetzung liegt die Macht der Daten.

Was ist die Tourism Innovation Map?

Sie macht Digitalisierungsprojekte im heimischen Tourismus sichtbar. Ziel ist die Förderung von Kooperationen, die Nutzung von Synergien und gemeinsames Lernen innerhalb der Branche. TIM ist ein Projekt des Innolabs Next Level Tourism Austria (NETA) der Österreich Werbung im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Hier einige Beispiele:

V-Cloud
Eine Datenbank für alle touristisch relevanten Daten in Vorarlberg – von POIs bis Fotos; baut technisch auf der ÖW-Contentdatenbank auf.

Bewegungsdaten­erfassung mit A1
Ermittelt auf Basis der im Zentrum von Graz eingeloggten Mobiltelefone die Besucherfrequenz sowie die Herkunftsländer der Gäste.

Feratel & ­Outdooractive
Im Rahmen des Projekts werden die Datensätze von Feratel und Outdooractive einem Qualitätscheck unterzogen und gegebenenfalls aktualisiert.

Assistant.tirol
Entwicklung eines Skills für Alexa und Google. „Erlebe Tirol“ gibt Tipps für Wanderungen, kennt die Öffnungszeiten von Restaurants u. v. m.

Work the Lake
Digitales Bonussystem für Mitarbeiter­Innen in Tourismusbetrieben am Wolfgangsee. Die App bietet Zugang zu speziellen Angeboten und Ermäßigungen.
 

Chancen gemeinsam nutzen

Wenn Sie neue Projekte planen, schauen Sie unter www.austria­tourism.com/tim nach, wer sich noch mit diesem Thema beschäftigt. Vielleicht finden Sie auch die eine oder andere Inspiration für die eigene Arbeit. Und natürlich freuen wir uns, wenn Sie bestehende Projekte anmelden. Wir nehmen Ihre Digitalisierungs-Initiativen gerne in die TIM auf!

https://www.austriatourism.com/blog/2019/neta/tourism-innovation-map-austria/

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