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Die Registrierungspflicht gehört in Wien bereits zum Alltag. 

Registrierungspflicht: Das sind die besten Lösungen

08.10.2020

Die Registrierungspflicht für Gäste mitten in einer Zeit coronabedingter, finanzieller Einbußen sorgte anfangs bei vielen Unternehmern für große Skepsis. Wir zeigen die besten Lösungen.

Zettelwirtschaft oder digitale Lösung? Wie auch immer man zur Registrierungspflicht für Gäste steht: Anfangs sorgte sie in Wien nicht nur unter Gästen für Unmut. Grundsätzlich gilt: Die Registrierungspflicht in Wien gehört vorerst bis Ende des Jahres zum Alltag. 

Welche Lösungen gibt es?

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe war eine bundesweite Registrierungspflicht bereits ein Thema, Experten gehen davon aus, dass diese auch kommen wird. Niederösterreich will sie jedenfalls einführen. Es schadet also nicht, sich bereits jetzt mit möglichen Lösungen auseinanderzusetzen. In der Bundeshauptstadt etwa drohen Wirten, die sich weigern, die Regelung umzusetzen, Geldstrafen. Wichtig anzumerken ist außerdem, dass der Datenschutz gewährleistet werden soll. Die Behörde darf nur bei einem Infektionsfall in die Formulare Einsicht nehmen.

Umsatzeinbußen

Wiens Gastro-Obmann Peter Dobcak hat Rückmeldungen von Gastronomen erhalten, die mit Gästen „wildeste“ Diskussionen führen mussten, weil sie ihre Daten nicht preisgeben wollten. Fakt ist: Die Daten werden vier Wochen lang aufbewahrt und anschließend vernichtet. Und blöderweise platzt die Registrierungspflicht genau in eine Zeit, die voller Unsicherheiten ist. Von Umsatzeinbrüchen gegenüber dem Vorjahr von 50 Prozent und mehr hört man, etwa von Wiener Kaffeehäusern. Und da wirkt eine weitere Verordnung wie ein bürokratischer Mühlstein. Die ÖGZ präsentiert deshalb als verlässliche Partnerin für Österreichs Gastronomie die besten Lösungen für den Betrieb. 

 

darfichrein.at

Ein gutes Näschen in Sachen Timing hat die ÖHV bewiesen: Wenige Tage vor Bekanntwerden der verpflichtenden Gästeregistrierung hat die Hoteliervereinigung, die jetzt auch Gastronomen vertritt, ein innovatives Gästeregistrierungstool präsentiert. darfichrein.at wurde im Rahmen eines 48-stündigen „WirvsVirus“-Hackathons mit 28.000 Programmierern im März entwickelt. Das Ergebnis ist eine Online-Lösung, die in Deutschland bereits im Einsatz ist und bisher rund 780.000 Check-ins an 1.435 Standorten aufzuweisen hat (Stand: Ende September). Gäste registrieren sich kostenlos und scannen beim Restaurantbesuch den QR-Code mit der Handy-Kamera. Die Daten werden verschlüsselt auf einem Server in Bayern gespeichert. Im Corona-Ernstfall werden die Kontaktdaten den Behörden entschlüsselt übermittelt.

Zum Kennenlernen steht das Tool ÖHV-Mitgliedern noch bis Mitte Oktober kostenlos zur Verfügung, nähere Informationen dazu unter www.oehv.at/darfichrein bzw. www.darfichrein.at

 

darfichrein.at
LetsBeSafe.at 

Ebenfalls mittels QR-Scan checken Gäste mit LetsBeSafe.at ein. Der Anbieter verspricht ebenfalls unkomplizierte und sofortige Einsatzbereitschaft, eine schnelle Datenverfügbarkeit bei Behördenanfragen sowie eine ständige Anpassung an die gesetzlichen Vorschriften. Kostenpunkt: 9,90 Euro pro Monat und Betrieb. Bei einer Kündigung gibt es laut Anbieter keine Fristen.

LetsBeSafe.at

Ein weiteres Tool, das auf Basis eines QR-Codes arbeitet. Der Code kann sofort ausgedruckt und anschließend auf Tischplatte oder Speisekarte angebracht werden. Gäste tragen im Gästebuch Tischnummer und persönliche Daten ein (Name, Adresse, Kontaktmöglichkeit). Diese Daten werden auf dem Smartphone des Gastes verschlüsselt und erst dann zum Betreiber übertragen. Es werden keine Metadaten wie IP-Adresse, User-Agent usw. mitgeloggt. Eintragungen werden nach 28 Tagen automatisch vom System gelöscht. Das Vier-Augen-Prinzip stellt sicher, dass der Gastronomiebetrieb nur die verschlüsselten Daten erhält, wenn dieser eine Anordnung der Gesundheitsbehörde vorlegt. Der Betreiber hat zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Gästedaten. Das Tool ist laut Anbieter gratis.

EasyTrace

EasyTrace
SafeGuest von Eyepin

Ein nettes Zusatzfeature zu den bereits bekannten Lösungen bietet SafeGuest: Denn der Lokalbetreiber sieht in einer Übersicht, über welche Tische bereits Daten vorliegen. Dazu braucht es weder die Installation einer Software noch einer App. Das System ist webbasiert. Zudem ist SafeGuest an regional unterschiedliche Vorgaben der Gesundheitsbehörden anpassbar. SafeGuest kann einen Monat kostenfrei genutzt werden, danach wird eine Monatsgebühr von € 9,90 exkl. MwSt. verrechnet. Der Service kann monatlich gekündigt werden.

SafeGuest von Eyepin
Ottakringer & Del Fabro ­Kolarik

Die Ottakringer Brauerei und der Getränkefachgroßhändler Del Fabro Kolarik bieten ihren Gastro-Partnern eine kostenlose digitale Lösung an: Unter gaesteregistrierung@ottakringer.at bzw. gaesteregistrierung@
delfabrokolarik.at
meldet sich der Betrieb an. Nach der Anmeldung wird ein individueller QR-Code übermittelt, der wiederum an die Gäste weitergeben werden muss, indem man ihn beispielsweise ausgedruckt auf den Tischen platziert. Über den QR-Code gelangen Gäste zu einer Eingabemaske, in die sie alle behördlich geforderten Daten eingeben – ohne Software-Installation oder App. Die Daten werden ausschließlich für eine mögliche Rückverfolgung einer Covid-19-Infektionskette gespeichert und nur auf Behördenanfrage weitergegeben. Nach Ablauf von 30 Tagen werden sämtliche Daten DSGVO-gerecht gelöscht.

Ottakringer & Del Fabro ­Kolarik
Autor/in:
Alexander Grübling
Original erschienen am 08.10.2020: Gast.
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