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Die Prizeotel-Gruppe wird immer smarter – am Hotelzimmer. Nebenbei schafft man jetzt auch noch die Barzahlung ab.

Das sind die Hoteltrends 2020

30.01.2020

Noch mehr Technik am Zimmer, Wohnzimmeratmosphäre, weniger Plastik, mehr Nachhaltigkeit, weniger Housekeeping, digitaler Check-in. 

 

Wohnzimmerfeeling im Henri Hamburg.
Digitaler Check-in in der Azimut-Gruppe.

Smart Rooms

Hotelzimmer werden immer intelligenter: Zimmerschlüssel auf dem Smartphone, Zugriff auf Streaming-Dienste, Temperaturregelung per Fingertipp bis zur sprachaktivierten Steuerung. Wem das (noch) zu futuristisch ist, der setzt andere smarte Lösungen um, die sich Kunden immer mehr wünschen: Fernseher, die Netflix-tauglich und mit Amazon Fire Sticks kompatibel sind, USB-Anschlüsse zusätzlich zu (gut platzierten) Steckdosen und Tools zum kabellosen Laden von Smartphones. Die Hotelgruppe Prizeotel macht’s vor. 2020 schafft das Unternehmen auch die Bargeldzahlung in ihren Hotels komplett ab.

Intelligente Sensoren 

Bei den futuristischen Trends sticht einer besonders hervor. Erste Hotels setzen Sensoren zum Beispiel in Minibars ein, um sich gegen falsche Angaben von Hotelgästen beim Check-out zu schützen. Die Idee ist nach oben offen – und kann beispielsweise in der Nacht den Fußboden im Zimmer beleuchten, sobald jemand aufsteht, oder aber via Sensoren erfassen, wann ein Hotelgast das Zimmer verlässt. Implementiert sind solche Infrarotsensoren derzeit etwa in den USA, zum Beispiel im „Hotel 1000“ in Seattle.

Nachhaltigkeit 2.0

Ob kontrollierter Wasserverbrauch durch langsam fließende Duschköpfe, organisierte Abfallentsorgung mit Mülltrennung in den Hotelzimmern oder Bewegungssensoren, die den Strom abschalten, sobald für einen bestimmten Zeitraum keine Bewegung erkannt wird: Gelebte Nachhaltigkeit wird Gästen immer wichtiger. Federführend agiert Wikinger Reisen: Das Unternehmen entwickelt zusammen mit dem WWF einen Leitfaden für Hotels, Veranstalter und Touristen, der helfen soll, realistische Konzepte zu erarbeiten und notwendige Maßnahmen gezielt einzuleiten und dauerhaft zu verfolgen.

Plastikfreiheit

Hier geht es nicht nur um offensichtliche Produkte wie Strohhalme oder Plastikbecher, sondern vor allem um Einweg-Toilettenartikel. Der grünste Bundesstaat der USA setzt den ersten Schritt: Kalifor-
nien verbietet ab sofort EinwegToilettenartikel aus Kunststoff. Viele Hotels machen bereits mit, so will z. B. Marriott International künftig Shampoo, Conditioner und Duschgel nur noch in größeren recycelbaren Dosierflaschen mit Pump-Verschluss zur Verfügung stellen.

Flexibles Housekeeping

Immer mehr Hotels bieten ihren Gästen an, den täglichen Reinigungsservice optional zu wählen, um Ressourcen zu schonen und Unsinnigkeiten wie täglich ausgewechselte Handtücher zu vermeiden. Federführend geht der Hotelriese Starwood an das Thema heran. Bei dem eigens kreierten „Make A Green Choice“-Programm können Hotelgäste Rabatte und Treuepunkte sammeln, wenn sie das Housekeeping canceln.

Hometels

Heimat statt Hotels: Anonyme Hotelzimmer haben ausgedient, jetzt geht es immer mehr um Individualität, Persönlichkeit und das Gefühl für Hotelgäste, nach Hause zu kommen, obwohl sie in einem Hotel einchecken. Unter dem Schlagwort „Hometels“ versteht man Häuser, die dieses Heimatgefühl vermitteln, zum Beispiel mit einer gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre statt kühlem Lobby-Feeling, wie es beispielsweise die Henri Hotels machen, die junge Expansionsmarke der DSR Hotel Holding.

Digitaler Check-in 

Der digitale Meldeschein erleichtert allen Beteiligten den Check-in und auch das Auschecken. Ein Paradebeispiel ist die Azimut-Hotelkette. Gäste können per E-Mail pre-einchecken, erhalten einen Barcode und scannen diesen vor Ort im Hotel ein. Dadurch wird eine digitale Schlüsselkarte kreiert, mit der Gäste das Zimmer öffnen können. Die Rechnung bekommen sie aufs Handy, mit dem sie auch zahlen können.

Autor/in:
Jasmin Kreulitsch
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