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Der Weinskandal

01.01.1985

Der Weinskandal des Jahres 1985 erschütterte die österreichische Weinwirtschaft und führte zu drastischen Einbrüchen bei Verkauf und Export des Traubensaftes. Einige Produzenten hatten den Wein mit Diaethylenglykol, einem süßen, öligen Alkohol, der vor allem in Frostschutzmitteln Verwendung findet, versetzt. Dadurch wurde dem Wein mehr Körper verliehen und der sogenannte „Extraktwert“ (ein Qualitätsindikator) erhöht. Weine geringer Qualität wurden so zu Prädikatsweinen aufgewertet. Langfristig gesehen hat sich der Weinskandal allerdings konsolidierend auf die österreichische Weinwirtschaft ausgewirkt. Auf „echte“ Qualität wird seitdem akribisch geachtet. Seit Ende der 1980er-Jahre konnten die Exporte um das Fünffache gesteigert werden.

Autor/in:
Redaktion Erfolgsgeschichte
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