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1945–1960

01.04.1945

Von null auf hundert

Zwar endet der Alptraum im April 1945, die Not und das Elend bleiben noch. Besonders hart sind die ersten beiden ­Jahre. Österreich ist auf internationale Hilfe angewiesen. Dank ­Marshall-Plan und dem Glauben an den Wiederaufbau eines freien Landes beginnt sich die Versorgungslage Ende der 40er-Jahre deutlich zu verbessern. Die Währungsreformen, Investitionen in Infrastruktur, Fremdenverkehr und Landwirtschaft sowie der langsam in Sichtweite kommende Staatsvertrag bringen die Soziale Marktwirtschaft am Beginn der 50er-Jahre in Fahrt. Als Außenminister Figl 1955 der Bevölkerung verkünden darf, „Österreich ist frei!“, ist die Wirtschaft des Landes bereit, einen Gang höher zu schalten.

Tod und Zerstörung

Während des Zweiten Weltkrieges fanden Schätzungen zufolge rund 55 Millionen Menschen den Tod (davon rund 39 Millionen in Europa und ungefähr 16 Millionen in Asien), darunter nicht nur viele Soldaten, sondern – charakteristisch für den „modernen Krieg“ – auch viele Zivilisten (so beispielsweise in der Schlacht von Stalingrad) sowie sechs Millionen ermordete Juden. Am stärksten betroffen war die Sowjetunion mit etwa 17 Millionen getöteten Zivilpersonen und 8,6 Millionen Soldaten. In dieser Zahl sind auch die vielen politisch oder rassistisch verfolgten Russen, Serben, Juden, die Sinti und Roma, die Homosexuellen und die sogenannten „Asozialen“ sowie die „Wehrkraftzersetzer“ und die Geistlichen enthalten, die in den Vernichtungs- und Konzentrationslagern der Deutschen ermordet wurden.

Die Bilanz von sieben Jahren ­Nazi­diktatur in Österreich:
etwa 247.000 Tote bzw. für tot erklärte Militärangehörige; etwa 114.000 schwer Kriegsgeschädigte
etwa 35.000 tote Zivilisten infolge von Kampfhandlungen und Bombardements; etwa 57.000 Verletzte
etwa 65.500 ermordete Juden
etwa 16.000 weitere in Konzentrations­lagern Ermordete, davon 8.000 „Zigeuner“
etwa 10.000 in Gestapo-Haft und mehr als 6.000 in Gefängnissen in vom Deutschen Reich besetzten Ländern Getötete
etwa 2.700 als Widerstandskämpfer zum Tod Verurteilte und Hingerichtete

Quelle: Wikipedia; aeiou.at

Autor/in:
Redaktion Erfolgsgeschichte
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