Direkt zum Inhalt
Die WKÖ möchte die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte modernisieren – Schüler sollen selbstverständlich einen Laptop zur Verfügung gestellt bekommen.

WKÖ unterstützt Digitalisierungsoffensive an Österreichs Schulen

26.07.2017

Die WKÖ macht den Schulen ein Kooperationsangebot, um junge Menschen fit für die Zukunft zu machen.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl begründet den Vorstoß für eine Digitalisierungsoffensive an den österreichischen Schulen so: „Die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes wird auch und gerade an den Schulen entschieden. Die Digitalisierung auch an den österreichischen Schulen voranzutreiben, ist daher ein richtiger Impuls und ein wichtiges Unterfangen.“

Leitl weiter: „An den Schulen muss jetzt die Basis gelegt werden, damit zukünftige Generationen fit gemacht werden für dieses Thema.“

Ob der digitale Wandel komme, sei nicht mehr die Frage. Vielmehr gehe es darum, wie Gesellschaft, Wirtschaftswelt und jeder Einzelne damit umgehe: „Wir dürfen hier nicht Zuschauer sein, sondern müssen diesen Wandel aktiv gestalten und so viele Menschen wie möglich darauf vorbereiten. Nur wer über das nötige Rüstzeug verfügt, hat in Zukunft in der Arbeitswelt eine Chance“, betont Leitl.

Die Schulen mit modernen Kommunikationsmitteln auszustatten, sei ein erster notwendiger Schritt. Der entsprechende Aufbau eines konkreten Unterrichts ein weiterer.

Hierzu schlägt die Wirtschaftskammer eine Zusammenarbeit der Schulen mit der Wirtschaft vor, die technische Geräte von Laptops angefangen bis zum entsprechenden Know-how oder Schulungen zur Verfügung stellen könne. Leitl: „Ich kann mir vorstellen, dass sich hier Kooperationsabkommen zwischen den einzelnen Schulstandorten und entsprechenden Unternehmen bilden.“

Leitl weiter: „Die Schulautonomie macht dies auch möglich – lediglich im Bereich der finanziellen Autonomie muss das Ministerium in Zukunft noch nachbessern und auch hier mehr Gestaltungspielräume für die einzelnen Schulen schaffen.“

Die Wirtschafskammer setzt sich im Bereich des Schulsystems für eine umfassende Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Zukunftsthemen Digitalisierung und Industrie 4.0 ein. „Wir sind uns natürlich bewusst, dass es mit dem bloßen Verteilen von Laptops nicht getan ist. Es kommt auf viele Rahmenbedingungen an – vor allem auf die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte, aber auch auf die konkrete Einbettung in den Unterricht“, so Leitl.

Dazu sollen digitale Kompetenzen sowohl als Querschnittsmaterie als auch in eigenen Fächern vermittelt werden. Notwendig sei, dass junge Menschen mit Ende der Pflichtschule über ein Mindestmaß an digitalen Kompetenzen – etwa in den Bereichen Datenschutz, Informatiksysteme, Umgang mit Medien und Standard-Anwenderprogrammen – verfügen.

Zusätzlich wird eine Einführung in Computational Thinking und die Grundzüge des Programmierens von der Volksschule an gefordert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 26.07.2017: Elektrojournal.
Werbung

Weiterführende Themen

Meldungen
05.08.2020

Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, wie wichtig digitale Vertriebswege sind. Um Produkte erfolgreich über das Internet zu vertreiben, benötigen Unternehmen allerdings eine entsprechende ...

Aktuelles
27.07.2020

Die Zugriffszahlen der E-Baulehre in Wien haben sich von rund 1.100 Zertifizierungen im März auf rund 8.400 Zertifizierungen bis Anfang Juli knapp versiebenfacht. 

Meldungen
23.07.2020

Der digitale Wandel schreitet zügig voran und wird vom Land Niederösterreich schon seit vielen Jahren intensiv begleitet. Mit dem Bau des realen „Haus der Digitalisierung“ wird das bestehende ...

Erleichtert das Ankommen für Lehrlinge: das neue Onlinemodul „Start in die Ausbildung“ in der dm Lernwelt.
Jobbörse
22.07.2020

Seit jeher punktet dm drogerie markt als sicherer, verlässlicher Arbeitgeber und Ausbilder am Arbeitsmarkt. Selbst in herausfordernden Zeiten wie während der Corona-Krise beweist das Unternehmen ...

Beim 10. Kongresses der IG Lebenszyklus Bau stehen die Innovationsschübe nach Corona im Fokus.
Aktuelles
14.07.2020

10. Kongress der IG Lebenszyklus Bau: Strategien für eine nachhaltige Stadt-, Raum- und Gebäudeentwicklung in Österreich und in der EU.

Werbung