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Handelsobmann Peter Buchmüller fordert Fairness für heimische Händler ein – die Politik müsse Rahmenbedingungen verbessern.

WKÖ unterstützt bei Internet-Präsenz und Online-Handel

29.08.2017

Handelsobmann Peter Buchmüller sieht die Politik gefordert – die WKÖ unterstützt im Bereich E-Commerce.

Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sieht die Aufgabe als Handelssparte darin, die heimischen Betriebe auf dem Weg ins digitale Zeitalter bestmöglich zu unterstützen: „Wir tun das proaktiv durch eine breite Palette an Maßnahmen, etwa mit maßgeschneiderter Information und Beratung, durch die Weiterentwicklung der Ausbildung oder Bewusstseinsbildung.“

Zum dritten Mal nach 2013 und 2014 zieht die Handelssparte heuer seit dem Frühsommer mit der Roadshow Handel goes WWW durch die Bundesländer, um Händler für den E-Commerce zu interessieren.

Dazu Handelsgeschäftsführerin Iris Thalbauer: „Wer in Österreich kauft – ob im stationären Handel oder online –, der schützt letztlich seinen eigenen Arbeitsplatz oder die Jobs seiner Kinder, Freunde und Verwandten. Zudem erspart man sich im Notfall einen Haufen Probleme. Wenn ein kaputtes Gerät zu reparieren ist oder Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden müssen, ist es ein Riesenunterschied, ob der heimische Händler gleich zur Stelle ist oder man erst mühsam Ansprechpartner im Ausland auskundschaften muss.“

Ein weiterer Schritt ist die Modernisierung der Einzelhandelslehre, wo Lehrlinge und Lehrbetriebe ab dem Ausbildungsjahr 2017/2018 den Schwerpunkt Digitaler Verkauf wählen können.

Die Politik sei laut WKÖ insbesondere gefordert, im steuerlichen Bereich Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten des heimischen Handels abzustellen. Thalbauer: „Dringend notwendig sind flexiblere Arbeitszeiten, etwa durch die Anhebung der gesetzlichen Höchstarbeitszeiten und eine Ausdehnung der Normalarbeitszeiten sowie Vereinfachungen bei den Arbeitszeitaufzeichnungen und Arbeitszeitregelungen generell.“

Zudem müsse nach der Entgeltreform, die die Handel-Sozialpartner im Sommer über die Bühne gebracht haben, nun der nächste kollektivvertragliche Schritt gesetzt werden.

Buchmüller abschließend: „Das derzeitige System der Zuschläge muss entrümpelt und modernisiert werden. Es ist kompliziert und zu teuer. Für die Betriebe ist derzeit das Öffnen ihrer Geschäfte zu bestimmten Zeiten betriebswirtschaftlich schlicht unattraktiv.“

Positiv sei daher, dass die Sozialpartner im Handel zum Zuschlagswesen in Kürze Verhandlungen starten werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 29.08.2017: Elektrojournal.
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