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„Stationär wird noch mehr digital“

22.09.2015

Einer Studie von EHI in Deutschland, Österreich und der Schweiz zufolge, zeigt sich der Trend zur „digitalen Regalverlängerung“ – zudem werden stärkere Investitionen als notwendig erachtet. 

Die EHI-Studie „Der Store im Omnichannel-Zeitalter“ ergab, dass die Händler eher „entspannt“ in die Zukunft blicken. Die Ergebnisse der Studie beziehen sich auf Angaben von 41 Planungsleitern aus dem Handel sowie 50 Ladenbauunternehmen und Planungsbüros aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Den Auswirkungen auf die Ladengeschäfte durch den wachsenden E-Commerce-Anteil sehen die Händler mehrheitlich gelassen entgegen. Allerdings wollen sie ihre Aktivität im Bereich der digitalen Services deutlich verstärken.

Der E-Commerce hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 10 Prozent, weiteres Wachstum wird erwartet. Der stationäre Handel scheint aber von Panik ob der zu erwartenden Marktentwicklungen weit entfernt. Zwar werde Dank „digitaler Regalverlängerung“ das Angebot für die Kunden insgesamt größer, am PoS verändere es sich aber nicht, meinen die Händler überwiegend. Auch für die Verkaufsflächen insgesamt sehen zwei Drittel keine Größenveränderung. An eine erhöhte Anzahl von Flagship-Stores glaubt nur rund ein Viertel. Und ein Drittel rechnet bei Neueröffnungen mit einer erhöhten Anzahl an Showrooms und Pop-Up-Stores als Auswirkung des E-Commerce.

Steigender Investitionsdruck

Die große Mehrheit der befragten Händler (71 Prozent) hält stärkere Investitionen für nötig. 44,4 Prozent rechnen mit Mehrausgaben zwischen 5 und 10 Prozent, während ein gutes Viertel von einer Erhöhung der Kosten von über 10 Prozent ausgeht.

Neben der fortgesetzten Bereitschaft, ins Trading-up seiner Läden zu investieren, liegen auch Energieeffizienzprojekte unverändert vorne bei den Investitionen im Handel.

Sofern digitale Elemente und Omnichannel-Services bereits als Investitionsschwerpunkte definiert werden, sind dies bisher in erster Linie technische Anforderungen, die an die Planungsabteilung herangetragen und von dieser umgesetzt werden, beispielsweise der Einbau von Monitoren.

Die Ladenbau-Industrie hingegen sieht – im Gegensatz zum Handel – größere konzeptionelle Veränderungen auf die Branche zukommen und versucht sich als Mittler in diesem Transformationsprozess zu positionieren.

Die vollständigen Ergebnisse erscheinen als White Paper Ende Oktober 2015. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 22.09.2015: Elektrojournal.
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