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Nikon Photo Contest 2014-2015: Gewinner stehen fest

05.08.2015

17 Juroren, bestehend aus prominenten Fotografen, Filmregisseuren, Kreativdirektoren und Imaging-Experten aus aller Welt hatten auch heuer wieder die schwierige Aufgabe unter den zahlreichen Einreichungen die Gewinner des Nikon Photo Contest 2014-2015 zu küren. 

Das Gewinnerbild: seit vier Jahren fotografiert Katsuhiro Noguchi nun schon Blumen in Fukushima.

Nun hat Nikon die Gewinner es internationalen Wettbewerbs, mit dem Thema „Heimat“ bekanntgegeben. In jeder Kategorie des Wettbewerbs konnten die Teilnehmer das Verständnis von Heimat individuell interpretieren. Insgesamt wurden 109 Gewinner auf der Website des Nikon Photo Contest bekannt gegeben. Für die ausgezeichneten Arbeiten werden internationale Ausstellungen geplant.

Als Gewinner der Fotokategorie lies der Japaner Katsuhiro Noguchi mit seinen Bildern Fukushima Flowers die 89.000 anderen Einreichungen hinter sich. In seiner Laudatio auf den Gewinner führte Juror Stephen Mayes aus: „Die Gewinnerbilder könnte man fast übersehen, so zurückhaltend bringen sie eines der ungeheuerlichsten Ereignisse des letzten Jahrzehnts zur Sprache. Aber ihre komplexe Schönheit zieht den Betrachter in ihren Bann und verlangt von ihm eine eingehendere Auseinandersetzung. Die Bilder laden zur Meditation ein, zunächst rein visuell, dann intellektuell und schließlich, mit zunehmend erkennbarer Bedeutung, auch emotional. Das Gefühl, das bleibt, ist Hoffnung, aufgelesen von der bloßen Erde, die im Jahre 2011 ihre Bewohnter verriet.“

In der Videokategorie konnten Videos mit einer von sechs Sekunden bis drei Minuten eingereicht werden. Hier konnte der Pole Chris Rudz mit seinem Video One die Jury überzeugen. Juror John C. Jay meint dazu: „Die Kunst, Geschichten erzählen zu können, war noch nie so wichtig. Ideen einen Kontext geben, Gefühle zu erzeugen, die auf persönliche Einblicke beruhen und auf überraschende Art und Weise ein Bewusstsein in unserer Vorstellungskraft schaffen, ist in unserem Zeitalter der Informationsflut und angesichts der Bedeutung von Popularität eine Notwendigkeit. Der narrative Stil von Chris Rudz ist non-linear. Er fordert den Betrachter heraus, über die eigene Identität nachzudenken. In seinem Video findet man Schönheit, die ans Hässliche grenzt, was die Wirkung aber umso reizvoller macht. Sein Video gehörte zu den wenigen Kandidaten, die eine Stimme besitzen, sowohl gesprochen als auch geschrieben. Die Kraft der weiblichen Stimme war einladend und mit ihrer Aussage „Ich sehe, was andere nicht sehen können“ visuell ausdrucksstark. Aus dem Nikon-Wettbewerb 2015 ist eine außergewöhnliche Gruppe visueller Geschichtenerzähler hervorgegangen, doch Chris Rudz der eindeutig Beste.“

Der renommierte Wettbewerb wird seit 1969 veranstaltet und gibt Fotografen die Möglichkeit einen Beitrag zur weltweiten Fotokultur zu leisten. Heuer wurden erstmals ach Einreichungen akzeptiert, die von einer beliebigen digitalen Quelle ausgegeben wurden. So konnten auch Fotos und Videos, die mit den Smartphone aufgenommen wurden, am Wettbewerb teilnehmen.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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