Direkt zum Inhalt
Nehmen Sie sich Zeit

Freizeit statt Geld!

15.09.2015

In einer Online-Untersuchung von karriere.at sagen 39 Prozent der Befragten: „Kein Geld der Welt kann Freizeit aufwiegen“. 

Ein Online-Stimmungsbild von karriere.at zeigt, dass für Arbeitnehmer „Zeit“ das „neue Gold“ ist. Vier von zehn Befragten würden ihre Freizeit für kein Geld der Welt eintauschen wollen, so das Ergebnis. Doch auch Arbeitgeber sind sich dieser Tatsache mittlerweile bewusst: Die Mehrheit der Unternehmensvertreter ist davon überzeugt, dass zusätzliche Urlaubstage als Benefit bei ihren Mitarbeitern besser ankommen als Extra-Geld.

Die Ergebnisse im Detail

„Kein Geld der Welt kann Freizeit aufwiegen“: Diese Meinung vertreten 39 Prozent der 528 Umfrageteilnehmer auf Arbeitnehmerseite. Fast genauso viele, nämlich 36 Prozent, finden, dass Urlaubstage ein optimaler Mitarbeiter-Benefit sind – wenn die Bezahlung ansonsten in Ordnung ist. Nur 15 Prozent der Befragten tendieren eher zu Geld als Extra-Leistung des Unternehmens, schränken aber ein, dass sich die dafür nötigen Überstunden im Rahmen halten müssen. Und jeder Zehnte vertritt die Meinung, dass „nur Bares Wahres“ ist.

Und auf Arbeitgeberseite?

Auf Seite der Unternehmensvertreter (208 Umfrageteilnehmer) weiß man ebenfalls über den Wert der Freizeit für Arbeitnehmer: So glaubt die Mehrheit (55 Prozent) der HR-Manager, Unternehmer und Führungskräfte, dass Zusatz-Urlaubstage der perfekte Benefit sind, sofern das Gehalt ihres Teams stimmt. Rund jeder fünfte Befragte (19 Prozent) findet, dass Freizeit durch Geld nicht ersetzt werden kann. 18 Prozent tendieren zu monetären Anreizen, bei mäßigen Überstunden. Und die Minderheit (8 Prozent) findet, dass der gesetzliche Urlaub ausreicht und Geld die härteste Benefit-Währung ist.

Eine Analyse

Jürgen Smid, Geschäftsführer von karriere.at, analysiert die Umfrageergebnisse: „Die eindeutige Tendenz zeigt nicht, dass Arbeitnehmer – und solche sind auch die Unternehmensvertreter – weniger arbeiten wollen. Sie zeigt, dass geänderte Rahmenbedingungen, wie etwa die Notwendigkeit, Job und Familie unter einen Hut bringen zu müssen, ein höheres Maß an zeitlicher Flexibilität erfordern.“

Doch nicht nur bestehende Mitarbeiter eines Unternehmens seien von der Arbeitszeit-Freizeit-Policy betroffen, so Smid: „Gerade im Sektor der qualifizierten Fachkräfte wählen Kandidaten ihren Arbeitgeber immer häufiger nach einem individuellen Bündel an Vorteilen aus, das ihnen geboten wird. Geld spielt hier natürlich eine Rolle, die Qualität des Arbeitgebers an sich steht allerdings klar im Vordergrund.“ 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 15.09.2015: Elektrojournal.
Werbung

Weiterführende Themen

Marketing & Unternehmen
30.10.2014

Reputation-Gap-Studie: Die Wiener PR-Agentur The Skills Group und das Markt- und Meinungsforschungsinstitut meinungsraum.at bringen ein System zur Messung und Steuerung der Reputation von ...

Werbung